Bau des Wasserwerkes in Ellrich macht gute Fortschritte

Ellrich.  Am Ortsausgang entsteht moderne Anlage. Die soll bis Ende 2021 fertig sein und 2022 ans Netz gehen.

David Dittmar, Stefan Willerbach und Ronald Weißkopf von der Nordhäuser Baufirma Waresa bei Gründungsarbeiten an einem Abwasserschacht im neuen Ellricher Wasserwerk.

David Dittmar, Stefan Willerbach und Ronald Weißkopf von der Nordhäuser Baufirma Waresa bei Gründungsarbeiten an einem Abwasserschacht im neuen Ellricher Wasserwerk.

Foto: Hans-Peter Blum

Es geht gut voran auf der Baustelle wenige Meter hinter dem Ellricher Ortsausgangsschild in Richtung Zorge. Die Waresa-Mitarbeiter Ronald Weißkopf, Stefan Willerbach und David Dittmar passen gerade die Metallverkleidung an einem großen Abwasserschacht an. Dieser ist Bestandteil des neuen Wasserwerkes, das der Nordhäuser Wasserverband (WVN) kurz vor der Kreisgrenze zu Niedersachsen errichten lässt.

„Mit den Erdarbeiten sind wir durch, jetzt kommen die Gründungsarbeiten für den Neubau des Werkes und das Prozesswasserbecken an die Reihe“, erklärt Waresa-Chef Silvio Wagner. Im September haben die Arbeiten für das Fünf-Millionen-Euro-Projekt an der Zorger Straße begonnen. „Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt er. Bis Ende 2021 soll laut Wagner der Neubau stehen, ehe das Werk im ersten Halbjahr 2022 ans Netz gehen kann.

Der Wasserwerkbau ist dringend nötig: Denn die Trinkwasseraufbereitung in der Zorge-Aue findet derzeit noch in Containern statt; dort ist die Dosier- und Messtechnik untergebracht. „Das ist zwar sicher, aber nicht mehr zeitmäßig. Mit dem neuen Wasserwerk wird die Trinkwasseraufbereitungsanlage den Regeln der Technik angepasst“, erläuterte Carmen Lis, die Geschäftsführerin des Nordhäuser Wasserverbandes.

Künftig soll das Ellricher Wasserwerk aber nicht nur eine wesentliche Rolle für die Trinkwasserversorgung im nördlichen, sondern auch für den westlichen und südwestlichen Teil des Landkreises spielen. Die vorigen Herbst in Betrieb gegangene Photovoltaikanlage auf dem künftigen Wasserwerk-Areal arbeitet bereits sehr effektiv. „Selbst in den Wintermonaten hat die Anlage gute Werte erzielt“, erklärt WVN-Technologe Johannes Räthel. Die 240-Solar-Module erzeugen Strom für die drei Trinkwasserbrunnen im Verbandsgebiet. Mit der Sonnenenergie spare der WVN monatlich Stromkosten von bis zu 3500 Kilowattstunden. Rund 1600 Kubikmeter Trinkwasser werden im Schnitt an den drei Brunnen pro Tag abgenommen.