Branderöder erinnern sich an Grenzöffnung vor 30 Jahren

Branderode.  Die Ortsräte aus Neuhof, Branderode und Klettenberg laden aus diesem Anlass zu Feierlichkeiten ein.

An die Teilung Deutschlands wird nicht nur durch Schilder wie dieses in der in Gemeinde Hohenstein erinnert.

An die Teilung Deutschlands wird nicht nur durch Schilder wie dieses in der in Gemeinde Hohenstein erinnert.

Foto: Marco Kneise

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Keine Ossis, keine Wessis: Vielmehr Freunde, Familien und Unbekannte hat die Einheit zusammengeführt. Dies betonten Andreas Gerbothe (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein, und Klaus Liebing, Ehrenlandrat des Landkreises Göttingen, bei den Feierlichkeiten unter dem Titel „30 Jahre Grenzöffnung“. Die Ortsräte aus Neuhof, Branderode und Klettenberg hatten eingeladen, um im voll besetzten Branderöder Dorfgemeinschaftshaus an zwei Termine zu erinnern und an all das, was daraus entstanden ist.

Am 3. Februar 1990 wurden in Branderode die Grenzübergänge geöffnet, so dass auch die Menschen im Südharz die Wiedervereinigung feiern konnten. „Wir haben zusammengefügt, was zusammen gehört – und wir haben aus der Geschichte gelernt“, erklärte Andreas Gerbothe. Werner Bruchmann, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Bad Sachsa, ergänzte: „Wir sind eins geworden. Das ist die Botschaft, die wir weitertragen und nie vergessen sollten.“

Einen Abriss der Wendejahre lieferte Klaus Liebing. Nach den Grenzöffnungen im November 1989 in Walkenried und Mackenrode wollte man im weiteren Teil des Südharzes so schnell wie möglich die Grenztore öffnen. Am Buß- und Bettag des Jahres 1989 reiste Liebing, damals Ortsbürgermeister von Neuhof, mit seinem Stellvertreter Fritz Ernst zu Antrittsbesuchen nach Mackenrode, Branderode und Ellrich. Skepsis gab es zum Wunsch, die Grenztore bei Branderode und Klettenberg zu öffnen. „Man wollte es, erklärte aber, dass die Genehmigung durch Ostberlin erfolgen müsse“, sagte Liebing.

Es wurde eine Bürgerinitiative gegründet, allen voran durch Manfred Wedeking, Jürgen Janus und Dieter Ehrhardt, die am 29. Dezember 1989 an den Ministerrat der DDR schrieben, den Übergang zu genehmigen. Liebing nahm im Dezember 1989 Kontakt zum Vorsitzenden des Rates des Kreises Nordhausen, Klaus Hummitzsch, auf. Dieser war es letztlich, der dafür sorgte, dass am 3. Februar 1990 das erste Grenztor geöffnet wurde. Mit einem Volksfest wurde die Öffnung zelebriert. Einen Tag später gab es den Gegenbesuch mit Kirchgang und Frühschoppen. Am 7. April 1990 folgte die Grenzöffnung bei Klettenberg.

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