Burgruine Hohnstein bei Neustadt ist um eine Attraktion reicher

Südharz.  Denkmalpfleger machen Verlies der Ruine bei Neustadt wieder zugänglich. Auch nach Windehausen, Klettenberg und Ellrich fließt Geld für den Erhalt von Denkmalen.

Um allen Besuchern der Burg Hohnstein einen sicheren Weg zu ermöglichen, hat das Geländer am Abhang eine Stahlnetzbespannung erhalten.

Um allen Besuchern der Burg Hohnstein einen sicheren Weg zu ermöglichen, hat das Geländer am Abhang eine Stahlnetzbespannung erhalten.

Foto: Nicole Mattern / Landratsamt Nordhausen

In diesem Jahr fließen gut 105.000 Euro an Fördergeldern in Südharzer Denkmale. Darüber informierte jetzt Landrat Matthias Jendricke (SPD). So kann mit einer Förderung von 20.000 Euro das markante Turmdach der Kirche St. Aegidien in Windehausen instandgesetzt werden. In der Kirche St. Viti in Gudersleben fördert das Landesamt für Denkmalpflege die Restaurierung des Abendmalkelchs mit 2650 Euro und in der Kleinbodunger Kirche wird ebenfalls ein Kelch mit einer Förderung von 2850 Euro restauriert.

Auch eine Landkreis-Liegenschaft profitiert von den Finanzspritze des Landes: 80.000 Euro gehen nämlich an die Burgruine Hohnstein in Neustadt. Hinzu kämen rund 34.000 Euro an Eigenmitteln. Ziel sei es, den Bruchsteinmauerwerkbogen in der Oberburg zu sanieren und damit die Stützmauer abzusichern, so Jendricke. Außerdem werde die Mauerwerkskronen saniert. Beginnen soll die Maßnahme im Oktober, enden im Dezember.

Schon voriges Jahr konnte der Landkreis mit Unterstützung des Landesamtes die nördliche Mantelmauer sanieren. Wieder zugänglich ist nun über einen neuen Besuchersteg auch des Burgverlies neben dem Torbogen. „Die Burgruine hat mit dem Verlies, das nun wieder besichtigt werden kann, eine Attraktion mehr“, so Jendricke. Die Gesamtinvestition für alle Maßnahmen belaufen sich auf rund 240.000 Euro, wovon das Land die Hälfte gefördert hat.

Auch die Regionale Aktionsgruppe Südharz unterstützt mit EU-Förderung Maßnahmen im Denkmalschutz. So erhält der Verein laut Landrat zum Erhalt des „Neuen Schlosses“ und der Domäne in Neustadt in diesem Jahr sowie 2022 und 2023 insgesamt rund 119.000 Euro und kann dafür unter anderem die historischen Fensterbänke wiederherstellen.

Der Kirchenbauverein Ellrich erhält derweil für die Glockenaufhängung in der Kirche im Jahr 2023 gut 25.200 Euro. Der Förderverein der Nicolaikirche in Klettenberg kann in diesem Jahr einen barrierefreien Zugang zum Gebäude anlegen und erhält dafür rund 8700 Euro.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.