Corona-Infektionen im Südharz: 1000er-Marke ist gerissen

Nordhausen.  Der Inzidenzwert im Landkreis Nordhausen hat sich in dieser Woche auf um die 160 eingependelt.

Der Rolandsfigur am Alten Nordhäuser Rathaus wurde bereits im vergangenen Frühjahr ein Mundschutz verpasst. Das Bild ist ein Archiv-Bild.

Der Rolandsfigur am Alten Nordhäuser Rathaus wurde bereits im vergangenen Frühjahr ein Mundschutz verpasst. Das Bild ist ein Archiv-Bild.

Foto: Marco Kneise / Marco Kneise / Thüringer Allgemeine

Mit der drittbesten Quote an binnen einer Woche Neuinfizierten in ganz Thüringen kann sich der Südharz nach wie vor relativ glücklich schätzen. Doch ist im Landkreis Nordhausen eine Steigerung der Infektionszahlen in den vergangenen Wochen zu erkennen: Der Inzidenzwert hat sich in dieser Woche auf um die 160 eingependelt. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Gemessen an 100.000 Einwohnern wurden hierzulande also innerhalb von sieben Tagen 160 Menschen auf das Corona-Virus positiv getestet. Ausnahme war die Mittwochsmeldung, wonach angesichts nur einer Neuinfektion der Inzidenzwert zwischenzeitlich auf 117 zurückging.

Ursache dürfte allerdings eine Meldeverzögerung gewesen sein, nicht eine Entspannung der Pandemielage. Denn für Donnerstag weist die aktuelle Thüringer Statistik für den Südharz 66 Neuinfektionen aus. Der Inzidenzwert beträgt damit 167,8. Seit Pandemiebeginn im März 2020 wurden amtlich 1029 Corona-Infektionen amtlich registriert. 120 von ihnen mussten stationär behandelt werden.

Noch fünf von 52 gemeldeten Intensivbetten frei

24 Südharzer starben an oder mit dem Virus, davon allein fünf in den vergangenen sieben Tagen. Die Intensivstationen der Lungenklinik Neustadt und des Südharz-Klinikums haben am Freitag laut DIVI-Intensivregister noch fünf von 52 gemeldeten Intensivbetten frei. Ärzte und Pfleger kämpfen auf den Intensivstationen um das Leben von 16 Covid-19-Patienten.