Einsatz der Wehren bewahren Ellrich vor einer Katastrophe

Ellrich  Der Feldbrand bei Ellrich im Landkreis Nordhausen machte nur wenige Meter vor der Stadtgrenze halt. 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Am Samstag mussten noch Glutnester bekämpft werden.

150 Feuerwehrleute, darunter 53 Kameraden aus Niedersachsen, kämpfen am Freitag gegen einen Flächenbrand zwischen Ellrich, Werna und Sülzhayn im Landkreis Nordhausen.

150 Feuerwehrleute, darunter 53 Kameraden aus Niedersachsen, kämpfen am Freitag gegen einen Flächenbrand zwischen Ellrich, Werna und Sülzhayn im Landkreis Nordhausen.

Foto: Marco Kneise

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Die Stadt Ellrich ist am Freitag nur knapp einer Katastrophe entgangen. Nur wenige Meter vor dem Ortseingangsschild aus Richtung Werna konnte der große Feldbrand von den Einsatzkräften gestoppt werden. Über 150 Feuerwehrleute aus 22 Wehren des gesamten Landkreises, Walkenried und Benneckenstein bekämpften ab 15.30 Uhr das Großfeuer, das durch den ungewöhnlich starken Ostwind immer wieder angefacht wurde und auf einer Fläche von 150 Hektar wütete.

„Es war verdammt eng. Nur durch den mutigen und beherzten Einsatz der Feuerwehren vor Ort konnte die Stadt vor großem Schaden bewahrt werden“, sagte Bürgermeister Henry Pasenow (CDU), der das Geschehen vor Ort begleitete. Maximilian Schulze, Wehrführer der Feuerwehr aus Ellrich, war als Einsatzleiter von Anfang an dabei. „Beim Eintreffen vor Ort auf der Anhöhe bei Werna brannte ein etwa 20 mal 10 Meter großer Streifen. Doch das Feuer breitete sich durch den starken Ostwind rasend schnell aus, es entstand innerhalb weniger Minuten eine Feuerwalze, die sich auf Ellrich zubewegte“, schilderte der Wehrführer. Auch vor der Landstraße von Werna nach Ellrich machte das Feuer nicht halt und schlug über auf den Bereich unterhalb des Galgenberges.

„Durch den beherzten Einsatz der Gärtnerei August und des Landwirtes Jan Hanke konnten unverzüglich Schneisen gelegt und so das Feuer aufgehalten werden, bevor es die Stadt erreichte“, schilderte Schulze den Ernst der Lage.

Problematisch sei auch gewesen, die ungewöhnlich vielen Fahrzeuge vor Ort zu koordinieren. Denn etwa 30 Löschwagen hatten die Wehren zur Brandbekämpfung nach Ellrich geschickt. Und nicht nur das. Es war sogar ein Polizeihubschrauber im Einsatz, der die Löscharbeiten aus der Luft unterstützte. „Um 17.14 Uhr war der Hauptbrand unter Kontrolle“, berichtete Schulze. Danach seien aber immer wieder Glutnester aufgeflammt, die von den Kameraden bekämpft werden mussten. Hauptknackpunkt sei dabei ein kleines Waldstück inmitten der Felder gewesen. Dort kam am Abend ein Tanklöschfahrzeug zum Einsatz.

Am Samstag waren die Ellricher Kameraden und die Kollegen der Ortsteilwehren ab 9 Uhr wieder vor Ort. Auch zwei Löschfahrzeuge aus Ilfeld und Niedersachswerfen unterstützten die Nachlöscharbeiten, die auch einen Tag später noch notwendig waren, weil der starke Wind die Glutnester immer wieder anfachte. „Wir werden sicherlich noch einige Stunden brauchen, bis alles erledigt ist“, sagte Schulze am späten Samstagvormittag.

Bürgermeister Pasenow dankte allen Beteiligten, die dazu beigetragen hätten, die Stadt vor einem Unglück zu bewahren. „Die Südharzer Orte können stolz auf ihre Männer und Frauen sein, die Großes geleistet haben“, lobte er. Der Dank gehe auch an Teile der Bevölkerung, die die Feuerwehrleute mit Getränken unterstützt hätten.

Auch der Landwirtschafts¬betrieb van Asten, dem die Felder gehören, habe mit der Bereitstellung von Wasser und Pflugarbeiten die Rettungsmaßnahmen unterstützt. Der materielle Schaden sei nicht all zu groß, da die Felder schon abgeerntet und nur einige Strohballen in Brand geraten waren. Zur Brandursache wollte die Polizei am Samstag noch keine Angaben machen. Die beste Nachricht zum Schluss: Alle Beteiligten blieben unverletzt.

Feldbrand bei Ellrich: Auch Landwirte verhindern Ausbreiten des Feuers

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