Erbsensuppe für den guten Zweck: Starke Aktion seit 15 Jahren in Werther

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Manfred Handke hat 700 Erbsensuppen-Portionen in Klein- und Großwerther verteilt.

Manfred Handke hat 700 Erbsensuppen-Portionen in Klein- und Großwerther verteilt.

Foto: Jens Feuerriegel

Werther.  Manfred Handke beglückt Werther zu Ostern mit seiner Feldküche und erzielt 1800 Euro. Der Erlös wird nun auf sechs Empfänger aufgeteilt.

Sie stehen Schlange. Freiwillig. Erst in Kleinwerther und einen Tag später in Großwerther. Aber sie kommen nicht mit leeren Händen. Alle bringen Töpfe mit und warten geduldig auf die Feldküche von Manfred Handke.

„Das ist die beste Erbsensuppe im Südharz“, schwärmt Werner Mohrich. „Super lecker“, urteilt Olaf Gansohr. „Auch ich esse sie gern“, sagt Gabriele Wiederhold, „die Suppe schmeckt uns immer wieder.“

Seit 15 Jahren bereitet Manfred Handke die Erbsensuppe in seiner original DDR-Feldküche zu. Häufig zur Kirmes. Diesmal zu Ostern. Und immer für den guten Zweck.

Tage zuvor startet seine Vorbereitung. Es gibt viel zu tun. 60 Kilo Kartoffeln sind zu schälen, 20 Kilo Möhren zu schneiden. Für seine Suppe benötigt er zudem 50 Kilo Erbsen, 20 Kilo Sellerie, 15 Kilo Kassler-Fleisch, 12 Kilo Jagdwurst und zwei Kilo Knoblauch. Eine Feldküche sind 180 Liter. Handke füllt sie dreimal.

Nach zwei Tagen blickt er zufrieden auf seine Bilanz. 700 Portionen und 470 Bockwürste haben ihre Abnehmer gefunden. Handke erzielt einen Erlös von 1800 Euro. Mit dem Geld will der 57-Jährige sechs Empfänger beglücken. Es sind jeweils 300 Euro. In deren Genuss kommen die beiden Kirchengemeinden von Klein- und Großwerther für Renovierungen an den Gotteshäusern, der Sportverein für den Nachwuchs, der Karnevalsverein sowie beide freiwilligen Feuerwehren.

Den Kochlöffel schwingt Handke. Aber ihm ist wichtig: Ohne Hilfe wäre die Aktion unmöglich. Die Landwirtsfamilie Becker stellt den Traktor bereit. Michael Denner und Günter Handke springen als Fahrer ein. Manuela Bösenberg, Peter Krapp und Sven Heyn helfen bei der Ausgabe. Mandy Handke kassiert. Nur im Teamwork sind die beiden Ortsteile jeweils in anderthalb Stunden zu schaffen.

Manfred Handke ist stolz auf seine Wertherschen, „dass die Leute mitmachen und großzügig sind“. So sind in den 15 Jahren insgesamt 25.000 Euro zusammengekommen. Sven Heyn ist begeistert von der Aktion: „Da es vielen zugute kommt, ist es etwas Verbindendes im Ort.“