Freie Wähler aus Nordhausen setzen auf Wasserstoffmobilität

Nordhausen.  Der Nordhäuser Helmut Günther begrüßt den Leitantrag des Bundesparteitags der Freien Wähler.

Helmut Günther (Freie Wähler) lebt in Nordhausen.

Helmut Günther (Freie Wähler) lebt in Nordhausen.

Foto: Peter Cott

Als positives Signal auch für den Südharz wertet Helmut Günther von den Freien Wählern den auf dem jüngsten Bundesparteitag beschlossenen Leitantrag zur Förderung grüner Wasserstoffmobilität. Er hat hierbei neben Forschung & Entwicklung auch die Industrie im Blick, die Anlagen- und Speichertechnik liefern könnte. „Vor Ort haben wir zwei Unternehmen, die Batterietechnik und Wasserstofftechnologie vertreten“, so Günther mit Blick auf die Firmen EAS Germany und Maximator.

Die nötige Energie könnte in Solarparks in Ländern mit deutlich höherer Sonneneinstrahlung gewonnen werden, meint Günther. „Die Umwandlung in Wasserstoff und dessen Verflüssigung macht die Energie wieder transportabel. Allerdings müssen auch dort nutzbare Süßwasservorräte existieren beziehungsweise die im Versuchsstadium befindliche Nutzung von Meerwasser muss industriell möglich werden.“ In meeresnahen Gebieten wie der Westsahara oder den Gebieten rund um das Rote Meer seien solche Standorte denkbar. „Es wäre eine Win-win-Situation – Technologie gegen Energie – und damit auch ein Beitrag zur ökonomischen und politischen Stabilisierung dieser Länder. Wir verbinden damit Hoffnung, dass regionale Unternehmen von möglichen Absatzmärkten profitieren können“, erklärt Günther.

Den klassischen Verbrennungsmotor will er nicht sofort verbannt wissen. Vielmehr müssten die Menschen langfristig auf ein CO2-freies oder klimaneutraleres Fahren vorbereitet werden. „Es muss für die Bürger eine finanzierbare Entscheidung bleiben, wie er seine Mobilität gestaltet.“

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