Friedenseiche in Nordhausen schließt

Nordhausen  Am Samstag öffnet die Salzaer Traditionsgaststätte wohl das vorerst letzte Mal. Eigentümer will Gebäude verkaufen.

Seit 2014 betrieb Benjamin Holzheuer mit seiner Mutter die Friedenseiche.

Seit 2014 betrieb Benjamin Holzheuer mit seiner Mutter die Friedenseiche.

Foto: Dominic Giegling

Wenn am Samstag die Traditionsgaststätte „Friedenseiche“ im Nordhäuser Stadtteil Salza öffnet, wird es wohl für längere Zeit des letzte Mal sein. Das haben jetzt die Betreiber des Traditionslokals angekündigt. Schon seit 2014 betrieben Steffi und Benjamin Holzheuer das Gasthaus. Es sollte in neuem Glanz erscheinen, erinnert sich Benjamin Holzheuer an den Anspruch von einst. Sportlern, Skatspielern und Landsenioren hatten sie damit ebenso einen Veranstaltungsort bewahrt wie politischen Veranstaltungen. Erst wegen eines irreparablen Wasserschadens in ihrem bisherigen Gasthaus, dem „Ottos Steakhouse“ in der Geseniusstraße, hatten sich Mutter und Sohn vor fünf Jahren eine neue Gaststätte gesucht. Das über vier Generationen hinweg bewirtschafte Gebäude stehe nun leer.

Dass die Holzheuers nur wenige Jahre darauf wieder eine Kneipe aufgeben müssen, hänge vor allem mit dem gekündigten Mietvertrag durch den Eigentümer des Gebäudes zusammen. Der will die Friedenseiche verkaufen. „Wir finden es sehr schade, wir hätten gerne weiter gemacht“, sagt der junge Gastwirt.

Traurigkeit habe die Familie in den vergangenen Tagen und Wochen von Seiten der Gäste empfangen. „Und auch an uns geht das nicht spurlos vorbei“, sagt Benjamin Holzheuer, der sich nun beruflich umorientieren wird. Steffi Holzheuer wolle als gelernte Physiotherapeutin weiter arbeiten. „Und ich werde als Koch in Ilfeld meine Arbeit aufnehmen“, so Benjamin Holzheuer, der sich zum Abschied von all den Stammgästen bedanken möchte, die der Friedenseiche immer die Treue geschworen hatten.

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