Furcht vor Virus bestimmt das öffentliche Leben im Kreis Nordhausen

Nordhausen.  Das Corona-Virus hält alle in Atem: Gedenkstätte Mittelbau-Dora sagt Jahrestag ab. Harztor-Lauf wird auf Ende August verschoben. Nordhäuser Theater hält an seinem Spielplan fest.

Wenn das Nordhäuser Theater ausverkauft ist, finden hier 488 Besucher Platz.

Wenn das Nordhäuser Theater ausverkauft ist, finden hier 488 Besucher Platz.

Foto: Marco Kneise

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Das Corona-Virus ist noch nicht im Kreis Nordhausen. Aber die Furcht vor dem Krankheitserreger wirkt sich zunehmend auf das öffentliche Leben aus.

Das Programm zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora ist abgesagt worden. Lediglich der Termin zur Gedenkfeier in Ellrich am 6. April bleibt bestehen. Alles andere ist gestrichen. Auch die Vorträge im Ratssaal des Nordhäuser Bürgerhauses Ende März und Anfang April. Es sei sehr bedauerlich, aber Vorsicht geboten, erklärt Regine Heubaum, Leiterin der KZ-Gedenkstätte. „Wir überlegen nun, wie wir trotz allem den Jahrestag angemessen begehen und den Opfern gedenken können.“ Zudem könnten einige Programmpunkte im Sommer nachgeholt werden. Sofern sich die Lage entspannt.

Verschoben wird auch der 7. Harztor-Lauf in Niedersachswerfen. „Eine Absage kam zu keinem Zeitpunkt in Frage“, betont Vereinschef Dirk Wackerhagen. Aber vom ursprünglichen Termin am 19. April rücken die Veranstalter ab. Momentan sind bis Ostern alle Ereignisse im Landkreis mit mehr als 1000 Teilnehmern untersagt. Abwarten, ob sich die Situation danach entschärft, will der Harztor-Lauf-Verein nicht. Das Zeitfenster sei dann zu klein. Für den Kyffhäuser Berglauf gibt es auch einen neuen Termin: Er weicht auf den 5. September aus.

Das Nordhäuser Theater hält vorerst an seinem Spielplan fest, bestätigt Marketing-Leiterin Dorothee Probst. Auch die nächsten Gastspiele vom Kabarett Academixer (28. März) und der Klaus-Renft-Combo (4. April) sind momentan nicht gefährdet. Im großen Haus finden 488 Zuschauer Platz. Anderenorts haben Bühnenstätten bereits die Reißleine gezogen – wie das Landestheater in Eisenach.

In den Nordhäuser Museen spielt die Virus-Furcht noch keine entscheidende Rolle. Die Rennebach-Vernissage am Samstag im Kunsthaus Meyenburg findet statt, sagt Rathaussprecher Lutz Fischer. Auch die Nordthüringer Kulturnacht am 25. April ist nach wie vor geplant.

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