Gelebte Gemeinschaft in Liebenrode

Liebenrode  Liebenröder feiern zweites Sommerfest. Alte Orgel aus Bayern könnte bald Platz in der Kirche einnehmen.

Die Mädchen hatten sichtlich Spaß am „Schubkarren-Rennen“. Dieses und andere beliebte Spiele sorgten für Stimmung beim Sommerfest. 

Die Mädchen hatten sichtlich Spaß am „Schubkarren-Rennen“. Dieses und andere beliebte Spiele sorgten für Stimmung beim Sommerfest. 

Foto: Birgit Eckstein

Nachdem die Premiere 2018 ein voller Erfolg war, ließen es sich die Liebenröder nicht nehmen, auch in diesem Jahr wieder ein Sommerfest zu feiern. Und pünktlich zum Auftritt der Ilfelder Blasmusikanten füllte sich am Samstag der Lunaplatz in der Mitte des kleinen Dorfes zusehends.

„Ich finde es immer noch toll, dass dieses Dorffest zustande gekommen ist und ich bin positiv überrascht, wie viele Leute dabei sind. Und man sieht, wie viele Kinder es eigentlich im Ort gibt“, erzählt Sabine Wegner, die Pfarrerin von Liebenrode. „Was positiv auffällt, ist, dass auch Gesichter auftauchen, die man sonst eher selten sieht“, wirft Thomas Evers von der Freiwilligen Feuerwehr ein. Im Vorfeld des Festes wurde ein Aufruf gestartet. „Es gab eine super Resonanz darauf. Jeder hatte eine Idee, wie man das diesjährige Sommerfest gestalten könnte“, berichtet Michael Wegner von den Vorbereitungen.

Den Hut für das Ganze setzte sich dann Mike Muth auf. Der Liebenröder mit den vielen Talenten – Gastronom in Niedersachswerfen, Chef der Ilfelder Blasmusikanten und Mitinhaber einer Eventagentur – ist dafür ja auch besonders prädestiniert. Wie auch im vergangenen Jahr sind die Einnahmen des Festes wieder für gute Zwecke bestimmt, auch Spendengläser standen dafür bereit. Zum einen soll ein Kinderspielplatz in Liebenrode entstehen, und zum anderen wird das Projekt Kirchenorgel weiter voran getrieben.

„Was im vorigen Sommer noch eine Vision war, nimmt nun Gestalt an. Eine Kirchengemeinde aus Bayern suchte einen guten Platz für ihre alte Orgel. Und diese passt von Alter und Größe her perfekt in unsere Kirche“, freut sich Sabine Wegner. „Das Instrument ist schon hier“, ergänzt ihr Mann. Die Besucher des Festes konnten selbst entscheiden, für welches Projekt sie spenden wollen; es waren zwei Spendengläser aufgestellt. „Wir wollen hier die Kultur des Landlebens gemeinsam weiter entwickeln. Dass es funktioniert, sieht man heute“, zieht Michael Wegner ein Fazit des Samstags.

„Unser Dorf muss zukunftsfähig werden und bleiben. Dazu müssen wir die jungen Leute im Ort halten. Auch ein Kinderspielplatz hilft dabei. Und wir brauchen unbedingt Bauplätze. Leider darf in der Dorfmitte nicht gebaut werden“, spricht Thomas Evers das größte Problem von Liebenrode an. Und er gibt der Hoffnung Ausdruck, dass der Landkreis den Ort bei seiner Zukunftsgestaltung genauso unterstützt wie der Kirchenkreis das Orgelprojekt.

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