Glanzpunkt im Musikschuljahr

Nordhausen.  Mehr als 50 Solisten und Ensemblemusiker gestalten Weihnachtskonzert in ausverkauftem Theater. Ein begeistertes Publikum spendet knapp 900 Euro.

Zu ihrem Weihnachtskonzert hat die Kreismusikschule Nordhausen in das Theater Nordhausen geladen. Junge und auch ältere Musikschüler gaben Kostproben ihres Könnens. Mitglieder des Streichorchesters

Zu ihrem Weihnachtskonzert hat die Kreismusikschule Nordhausen in das Theater Nordhausen geladen. Junge und auch ältere Musikschüler gaben Kostproben ihres Könnens. Mitglieder des Streichorchesters

Foto: Thomas Müller

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Angespannt, konzentriert, für die mehr als 400 Leute im Saal keinen Blick: Merle Ludewigs Finger gleiten über die Gitarrensaiten, Maren Ludewigs über die Klaviertasten. Gemeinsam geben die Schwestern „Cuatro Piezas“, den spanischen Rhythmen folgt begeisterter Applaus. Zwei Schwestern, Hand in Hand, verbeugen sich: nun auch ein Lächeln im Gesicht. Ihr Auftritt gelang beim Weihnachtskonzert der Kreismusikschule im Theater am Montagabend – so wie die von mehr als 50 weiteren Solisten und Ensemblemusikern.

Das Konzert ist für die besten Talente ein Podium, und so brillieren auf der Bühne einige, deren Namen schon im Zusammenhang mit „Jugend musiziert“ fielen, ob beim Regional-, Landes- oder gar Bundeswettbewerb. Die Akkordeonspielerin Marie Luise Müller und die Pianistin Emina Wagner gehören dazu. Oder der Gitarrist Georg Benedikt Höpker, dessen professionellem Vortrag nicht anzumerken ist, dass er kurzfristig für eine erkrankte Schülerin einsprang. Für absolute Gänsehaut sorgt Helene Steikert – von der nicht weniger begabten Magdalene Uhl am Violoncello begleitet – mit ihrem herrlich leidenschaftlichen und kraftvollen Vortrag eines Lieds aus dem Musical „Die Päpstin“.

Rund 1000 Schüler zählt die Kreismusikschule zurzeit, viele lernen Klavier, Gitarre, Akkordeon, Streichinstrumente. Das Weihnachtskonzert aber zeigt die breite Vielfalt: Florian Hensel spielt Horn, Antonia Glock Fagott, auch ein Saxophonquartett tritt auf.

Apropos: Das Musizieren in Ensembles nimmt einen breiten Raum an der Schule ein. So präsentiert sich am Montag Ulrike Neuberts Streichorchester mit klassischen Werken von Händel und Charpentier, dirigiert Schulleiter Holger Niebhagen ein Erwachsenenorchester, tritt Katrin Schwarzkopfs Akkordeongruppe auf. Sylke Franz-Prauße und Sven Ehrhardt führen Gitarristen und Schlagwerker für einen vom Publikum gefeierten Mambo und Tango zusammen. Für die erst diesen Sommer gegründeten „Grünschnäbel“ hat Gitarrenlehrer Robert Abbé eigens zwei Stücke verfasst, so dass selbst Knirpse im Kindergartenalter schon mitspielen können. Daniela Heise wiederum präsentiert mit ihrem gestandenen Gitarrenorchester „La Speranza“ jene besonderen Gitarren, die dank der Spenden beim Weihnachtskonzert 2018 erworben werden konnten.

In diesem Jahr legt das Publikum neuerlich zahllose Scheine in die Geigenkästen des Musikschulfördervereins: 873,94 Euro schließlich werden gezählt, mit denen eine Veeh-Harfe gekauft werden soll. Zum Einsatz kommen soll die vor allem beim Unterrichten von behinderten Kindern des St.-Martin-Förderzentrums.

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