Großprojekt: 30 neue Grundstücke in Werther

Werther.  Das größte Bauvorhaben im Landkreis Nordhausen für Einfamilienhäuser soll 2020 zwischen Groß- und Kleinwerther beginnen.

Zwischen Großwerther und Kleinwerther soll auf einem Acker ein 2,5 Hektar großes Wohngebiet entstehen. Bürgermeister Hans-Jürgen Weidt sieht dies als einen positiven Beitrag zur Dorfentwicklung.

Zwischen Großwerther und Kleinwerther soll auf einem Acker ein 2,5 Hektar großes Wohngebiet entstehen. Bürgermeister Hans-Jürgen Weidt sieht dies als einen positiven Beitrag zur Dorfentwicklung.

Foto: Hans-Peter Blum

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Das größte Baugebiet für Einfamilienhäuser im Südharz außerhalb Nordhausens soll im nächsten Jahr zwischen den Ortsteilen Großwerther und Kleinwerther entstehen. Laut Bürgermeister Hans-Jürgen Weidt (pl) sind auf einer Bruttofläche von 2,5 Hektar bis zu 30 Grundstücke geplant, jedes zwischen 700 und 1000 Quadratmeter groß.

Grundlage der Planung ist ein gültiger Bebauungsplan für den Bereich Lehmkuhle aus dem Jahr 1995. „Damals sind die Pläne aber nicht weiter verfolgt worden aus zwei Gründen: Zum einen fehlte die abwassertechnische Erschließung, und zum anderen gab es Probleme beim Grundstück-Erwerb“, erläutert Weidt. Mittlerweile sind beide Probleme gelöst. „Ein Übergabepunkt für den Abwasseranschluss ist vorhanden, und der letzte Kaufvertrag ging Ende September über die Bühne“, verdeutlicht der Bürgermeister.

Fehlt also nur noch ein Investor, der das Baugebiet erschließt und die Grundstücke erwirbt. „Den haben wir in Silvio Wagner von Waresa-Bau aus Nordhausen gefunden“, sagt Weidt. Mit fünf, sechs Eigentümern musste wegen des Kaufs gesprochen werden, was etwa anderthalb Jahre gedauert habe. „Der Vorteil von Wagner: Er stammt aus der Region und kann den Bau selber durchführen“, schätzt Weidt ein.

Die Gesamtfläche des B-Planes beträgt über vier Hektar. „Wir wollen erst einmal mit gut der Hälfte der Fläche starten. Der Rest wird aufgehoben und bei Bedarf später erschlossen“, erklärt Andreas Meißner vom gleichnamigen Planungsbüro aus Nordhausen. Bis Februar soll der Vorentwurf fertig sein, so dass es dann zur öffentlichen Auslegung kommen kann. „Wenn alles gut läuft, können wir im Mai oder Juni mit den ersten Bauarbeiten beginnen“, blickt Meißner voraus.

„Unsere Motivation ist die größte Erschließung, die jemals in Werther stattgefunden hat“, sagt Weidt. Mit dieser innerörtlichen Bebauung würden die beiden Ortsteile endlich miteinander verbunden und ein attraktives Dorfbild geschaffen. „Damit wollen wir auch dem demografischen Wandel begegnen und jungen Leuten, auch den Rückkehrern, ein Angebot machen, sich in Werther anzusiedeln“, so der Bürgermeister.

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