Guter Auftakt für Nachwuchs-Kugelstoßerin Chantal Rimke aus Nordhausen

Sandra Arm
| Lesedauer: 2 Minuten
Chantal Rimke weiß, wie man mit der Kugel umgeht.

Chantal Rimke weiß, wie man mit der Kugel umgeht.

Foto: Christoph Keil

Nordhausen/Halle.  Mit 15,22 Metern Weite gewinnt die junge Nordhäuserin Chantal Rimke einen Testwettkampf in Halle an der Saale.

Der Erste ungültig. Im zweite Durchgang war dann ordentlich Power drin. Chantal Rimke stieß die Drei-Kilo-Kugel auf 15,22 Meter. Es sollte ihr einziger Stoß über die 15-Meter-Marke bei einem Testwettkampf der Wurf-Kader am Samstag in Halle/Saale bleiben. Die Weite reichte, sie gewann die Konkurrenz in der weiblichen Jugend U 18. Zugleich übertraf sie die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften (U 18/U 20) in Rostock (30. Juli bis 1. August).

Die Nordhäuserin im Trikot des LC Jena blieb zum Auftakt mit ihren 15,22 Metern nur 50 Zentimeter unter ihrer Bestmarke. Eine Weite, die sie zum Einstieg in die Freiluftsaison optimistisch stimmen sollte. Gerade nach den vergangenen Monaten. Als Nachwuchs-Bundeskader bestand für Chantal Rimke die Möglichkeit in Jena zu trainieren. Einziges Problem: ein geschlossenes Internat. Also war auch sie seit Mitte Dezember daheim in Nordhausen. Erst nach den Winterferien lockerte sich die Situation etwas und kontinuierliches Training war wieder möglich. Technisch gelang die Umstellung auf das Angleiten.

„Das hat sie richtig gut hinbekommen“, sagt ihre Trainerin Petra Felke. Das Jahresziel der jungen Kugelstoßerin war eine Weite von 15,80 Meter – der Richtwert für die U-18-Europameisterschaften. Diese wurden am 1. April abgesagt. „Ich hatte schon das Gefühl, dass sie darüber ein bisschen traurig war“, mutmaßt Petra Felke nach Bekanntwerden der Absage. Nun gilt die volle Konzentration den nationalen Meisterschaften. „Es geht darum, dass sie sich dort behauptet, vorn dabei ist und um eine Medaille mitkämpft.“

Den ersten kleinen Energieschub auf dieser Reise gab ein einwöchiger Lehrgang in Kienbaum, zu dem alle Bundeskader eingeladen waren. „Chantal ist die einzige Kugelstoßerin, die wir in Jena haben. Sie hat sich in Kienbaum sehr wohlgefühlt und konnte hautnah Topathleten wie Christina Schwanitz miterleben. Dieser Lehrgang hat ihr noch mal einen kleinen Schub fürs Training gegeben“, berichtet Petra Felke und sendet dankbare Worte an den Deutschen Leichtathletik-Verband, der den Athleten solche Möglichkeiten einräumt. Und mit diesem Schub könnten es auch bald die 15,80 Meter werden.