Herreder Michael Samel: „Wir wollen das Auto sicher nach Gambia bringen“

Herreden  Benefiz-Rallye führt den Herreder Michael Samel Marokko und Westsahara bis in den Staat am Atlantik.

Schon zweimal hat Michael Samel an der Benefiz-Rallye teilgenommen.

Schon zweimal hat Michael Samel an der Benefiz-Rallye teilgenommen.

Foto: Sandra Arm

Das Warten hat ein Ende: Schon zum dritten Mal startet Michael Samel am heutigen Samstag bei der Benefiz-Rallye „Dresden-Dakar-Banjul“. In der Heimat erfolgt der Startschuss für die dreiwöchige Tour durch Deutschland, Frankreich, Spanien, Marokko, die Westsahara, Mauretanien, Senegal und Gambia. Vor dem Start sprachen wir mit dem Herreder über seine Erwartungen, familiäre Reiseunterstützung und einige Neuerungen.

Nach Ihrer Premierenfahrt 2015 und der Tour 2017 stehen Sie vor Ihrer dritten Teilnahme. Was begeistert Sie so an diesem Reise-Projekt?

Ich kenne die Leute, die die vielzähligen Projekte der Dresden-Banjul-Organisation (DBO) in Gambia realisieren. Ich weiß, sie brauchen unsere Hilfe. Und ich fahre immer noch gern Auto.

Mit welchen Erwartungen starten Sie Ihre dritte Teilnahme?

Ich bin gespannt, wie sich die Schulprojekte entwickelt haben. Ich weiß, dass sich die Interior-Academy vergrößert hat. Auf dem neu gebauten Schulgebäude ist eine zweite Etage entstanden. Neugierig bin ich auf das neue DBO-Projekt: die Fußballmannschaft. Eine andere spannende Geschichte für mich ist, wie sich das Land in den vergangenen zwei Jahren weiterentwickelt hat. Vor knapp drei Jahren gab es einen Präsidenten-Wechsel, der neue hat ein schweres Erbe angetreten.

Sie reisen nicht allein. Sie haben in diesem Jahr familiäre Unterstützung an Bord.

Der ursprüngliche Plan war, dass wir mit zwei Autos fahren. Der Sohn meines Schwagers kann aus beruflichen Gründen nicht, so dass wir uns entschlossen haben, nur mit einem Auto zu fahren. Und auch da gab es Probleme mit dem zweiten Besatzungsmitglied. Meine Nichte Maxi Becker kann erst ab Marrakesch mitfahren. So hat sich meine Frau Katrin angeboten, ein bisschen Rallye-Luft zu schnuppern.

Es gibt aber noch weitere Neuerungen und Besonderheiten bei der Rallye ...

Wir haben uns bereit erklärt, einen Motorradfahrer zu betreuen. Das Reglement der Rallye besagt, dass Motorradfahrer ohne ein Team die Sahara nicht durchqueren dürfen. Wir werden ihn am Fährhafen in Algeciras das erste Mal treffen. Kennen tue ich Willi bisher nur vom Telefon. Ein paar Ersatzteile habe ich schon an Bord, die hat er mir zugeschickt. Eine Premiere erwartet uns beim ersten Tourstopp, den wir in Niederhorbach einlegen. Organisations-Chef Heinz Bormann hat alle Rallyefahrer zu sich nach Hause eingeladen. Er wird uns einige Tage später in seiner Wahl-Heimat Gambia nochmals begrüßen. Er wird den Teilnehmern hinterherfliegen. Die letzte große Herausforderung war in den Vorjahren immer die Überfahrt mit den uralten Fähren über den Gambia River. Anfang des Jahres wurde die neue Brücke eingeweiht, so dass wir schneller am Zielort ankommen werden. Für mich geht das Ursprüngliche ein bisschen verloren.

Vor Ihnen liegen 7500 Kilometer, die dem Auto und der Besatzung alles abverlangen.

Es ist eine Rallye-Reise, eine Zuverässigkeits-Rallye. Wir wollen das Auto sicher nach Gambia bringen. Dort wird es dann nach der Ankunft für die Projekte der DBO versteigert.

Wie viel Geld erhoffen Sie sich bei der Versteigerung?

Meine Hoffnung für das Gelände-Fahrzeug sind 5000 Euro. Solche Autos gehen erfahrungsgemäß immer sehr gut.

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