Ilfeld: Trauer um Manfred Bornemann

Ilfeld. Ilfeld, der Südharz und der Harz trauern um Manfred Bornemann, der am 15. Dezember 2012 in Hamburg verstorben ist. Er war Chronist, Schriftsteller, Harzer, Eisenbahner, Geologe und ein viel wissender Mensch und Sammler. Manfred Bornemann hat das Buch Die alten Harzer" herausgebracht; in

Ilfeld. Ilfeld, der Südharz und der Harz trauern um Manfred Bornemann, der am 15. Dezember 2012 in Hamburg verstorben ist. Er war Chronist, Schriftsteller, Harzer, Eisenbahner, Geologe und ein viel wissender Mensch und Sammler.

Manfred Bornemann hat das Buch "Die alten Harzer" herausgebracht; in diesem hat das Leben und die Arbeit er Menschen im Harz festgehalten. So wurde er selbst zu einen der "alten Harzer". Er hat für Ilfeld, den Kreis Nordhausen und für den gesamten Harz viel geleistet, zusammengetragen und aufgeschrieben. Seine Werke sind unwiederbringliche Heimatgeschichte geworden. Sie sind Denkmäler der Harz- und Eisenbahngeschichte.

Diese chronistische Arbeit war ein Teil seines Lebens. Er interessierte sich sein ganzes Leben lang für die Geschichte seiner Heimat und die des Harzes. Schon 1951 verfasste er ein handgeschriebenes Büchlein "Der Ilfelder Bergbau in den vergangenen Jahrhunderten".

Manfred Bornemann war ein sehr interessierter Beobachter und guter Zuhörer. Vieles was er erlebte, sah, hörte oder in Erfahrung bringen konnte, hat er gesammelt und aufgeschrieben.

Er war aber auch ein Kind seiner Zeit, einer sehr bewegten Zeit, er war deshalb auch ein sozialkritischer Mensch. In früher Zeit verfasste er eine weitere handgeschriebene Broschüre über das karge, arme Leben in Ilfeld und im Südharz. Der Mensch als Produktionsmittel, Zug- und Lasttier, der große Sachswerfer Handwagen, die Holz-Musikanten, die Randsiedler und das Steinfeld-Proletariat, waren Inhalt dieser Niederschrift.

Der 1933 in Ilfeld geborene Bornemann wuchs in Ilfeld, Hasselfelde, Stiege und im Bodetal auf. Er lernte das harte Leben und den Überlebenskampf der Urgroßeltern, Großeltern, Eltern, der Verwandten und Bekannten kennen. All das prägte sein Leben. Nach dem Abitur in Nordhausen ging 1952 nach Berlin, um Geologie zu studieren. Er arbeitete im Ruhrgebiet, im Rheinland und in München, bis er sich 1960 für immer in Hamburg ansiedelte.

Er war auch Eisenbahn-Liebhaber, so dass er bei der Bahn seinen Arbeitgeber fand. Besonders liebte er die Bahnen im Harz. Immer wieder kehrte er in seine Heimat zurück, um zu forschen. Manfred Bornemann wurde zu einem der bedeutendsten und vielseitigsten Chronisten des Harzes.

Er war auch Kenner der hiesigen Mundarten und Dialekte. Neben fast unzähligen Beiträgen in Zeitschriften wie in "Unser Harz" wird auch eine ganze Anzahl seiner Bücher veröffentlicht. Nach den ersten mit der Hand geschriebenen Broschüren, folgten Bücher, so wie es aussieht mit der Schreibmaschine geschrieben, und im "Selbst-Verlag" veröffentlicht.

Manfred Bornemann schrieb zwei Chroniken über Ilfeld, die Südharzer Mundartgeschichten und über die Wildererspuren im Harz. Weiter schrieb er über Mittelbau-Dora, über die Festung- und die letzten Kriegstage im Harz.

Auch über 75 Jahre Harzquerbahn und Brockenbahn erschien ein Buch, wie auch eines über die Südharz-Eisenbahn, die Anhaltinische Harzbahn und Innerste Talbahn.

Seine Arbeiten und Sammlungen hat er nach Nordhausen ins Archiv gebracht. Aber auch Ilfeld und sein Museum haben einen Teil davon erhalten. Manfred Bornemann hat für Ilfeld und den Harz einen unvorstellbaren Schatz hinterlassen.

Die Trauerfeier mit Urnenbeisetzung erfolgt am Montag, den 7. Januar um 14 Uhr auf dem Waldfriedhof Volksdorf, Friedhofskapelle Schmalenremen.