Ilfelder Burgberg ist gesperrt

Harztor  Gemeinde Harztor reagiert auf die von abgestorbenen Bäumen ausgehende Gefahr. Auch im Kurpark Trockenschäden.

Bei regelmäßigen Kontrollen wurden bis zu 100 tote Bäume am Burgberg gezählt.

Bei regelmäßigen Kontrollen wurden bis zu 100 tote Bäume am Burgberg gezählt.

Foto: Gemeinde Harztor

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Die Gemeinde Harztor muss das Betreten des Burgbergs in Ilfeld untersagen. Grund sind großflächige Trockenschäden an den Bäumen, heißt es in einer Mitteilung aus der Gemeindeverwaltung. „Das ist bedauerlich. Aber aufgrund der derzeit hohen Anzahl betroffener Bäume und der damit einhergehenden Gefahren muss die Gemeinde aus Gründen der Verkehrs­sicherung das Betreten des Burgberges untersagen“, teilte jetzt Harztor-Bürgermeister Stephan Klante mit.

In den vergangenen Wochen seien bereits entsprechende Warnhinweise aufgestellt worden. Klante will den Gemeinderat und den Ilfelder Ortschaftsrat in den Sitzungen im September über den schlechten Zustand vieler Bäume informieren. Die Gremien sollen dann über das weitere Vorgehen mitentscheiden. Die aufgestellten Bänke werden zunächst demontiert und an anderer Stelle installiert. Sehr bedauerlich wirkt sich der schlechte Waldzustand auch auf den Waldkindergarten, den Harzer Sagenpfad und das angedachte Musical „Ritter Rost“ aus. Hier müssen die Akteure ihre Aktivitäten auf dem Burgberg einstellen und über Ausweichstandorte nachdenken.

Dem Waldkindergarten wurden laut Klante bereits Ausweichquartiere angeboten, unter anderem der Ilfelder Mühlberg, das Terrain an der Langen Wand und am Ilfelder Schützenhaus. „Der Burgberg in Ilfeld verändert sich rapide. Bei ständigen Kontrollen durch das Forstamt, im Beisein der Gemeinde, wird das Ausmaß von Woche zu Woche sichtbarer. Durch die anhaltende Trockenheit in den zurückliegenden Monaten ist die überwiegende Mehrheit der Rotbuchen trocken. Bedauerlich hierbei ist, dass besonders die alten großen Bäume dieses Jahr nicht überleben werden“, so Klante.

Auch der Zustand des Buchenbestandes ist schlecht. Dramatisch für jeden Waldbesucher, da das Sterben der Buchen sehr schnell geht und die Gefahr durch herabstürzende Äste lebensgefährlich ist. Bei den Begehungen im Juli und August wurden zunächst an die 100 vertrockneten Bäume festgestellt. Besonders problematisch sei für die Gemeinde, dass der Burgberg mit forstspezifischen Fahrzeugen nicht befahren werden kann. Die Nähe zur Wohnbebauung und die hohe Anzahl der betroffenen Bäume machen Einzelmaßnahmen nicht möglich.

Eichen, Ahornbäume und Eschen sind dieses Jahr zum Glück nicht betroffen. Positiv, im Gegensatz zu anderen Wäldern, ist auf dem Burgberg auch, dass dieser durchaus einen hohen Bestand an nachgewachsenem Unterholz hat. Hier befindet sich eine Vielzahl von unterschiedlichsten Gehölzen.

Die finanziellen Auswirkungen sind laut Klante derzeit nicht abschätzbar. Die Gemeinde rechnet mit einem sechsstelligen Betrag, wobei noch ungewiss ist, ob Forstunternehmen aufgrund des Dauereinsatzes im Harz entsprechende Kapazitäten haben, um die toten Bäume vom Burgberg zu holen.

Neben dem Burgberg sind auch diverse andere Bäume in der Gemeinde betroffen. Der Bauhof muss zum Beispiel sämtliche Birken aus dem Ilfelder Kurpark entfernen, da diese ebenfalls der Trockenheit nicht standhalten konnten.

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