In Nordhausen ärgern sich Anlieger über Gästefans aus dem Erzgebirge

Nordhausen  Gespräch im Nordhäuser Ordnungsamt zur schwierigen Parkplatzsituation bei Risikospielen von Wacker 90. Mehr Ordnungskräfte und Reinigung vereinbart.

Die Fanbusse aus Aue hielten beim Spiel Wacker Nordhausen gegen Erzgebirge Aue direkt vor den Grundstücken in der Harzstraße. Das verärgerte die Anlieger.

Die Fanbusse aus Aue hielten beim Spiel Wacker Nordhausen gegen Erzgebirge Aue direkt vor den Grundstücken in der Harzstraße. Das verärgerte die Anlieger.

Foto: Rainer Wille

Am 10. August hatte der Fußball-Regionalligist FSV Wacker 90 Nordhausen zum wichtigsten Spiel des Jahres den Zweitbundesligisten Erzgebirge Aue zu Gast. Fast 4400 Zuschauer stellten die Veranstalter vor einige Probleme. Unter anderem vor das, wo denn die vielen Gästefans parken sollten.

Es wurde die Lösung gefunden, die Harzstraße vom Albert-Kuntz-Sportpark bis zur Ellermühle in einen Parkplatz für die Auer Fans zu verwandeln. Zunächst standen die Fanbusse entlang der Straße, dann folgten die Gäste-Pkw rechts und links entlang der Straßenränder.

„Die Fanbusse wurden direkt vor unserer Haustür abgestellt. Leider haben sich dann einige Fans danebenbenommen und auf unsere Grundstücke uriniert“, beklagt sich Rainer Wille stellvertretend für die Anwohner. Außerdem seien die Bürgersteige zugemüllt worden.

„Ich habe mich dann an die Stadt gewandt mit der Bitte, bei zukünftigen Risikospielen eine andere Lösung zu finden“, so Wille weiter. Am vergangenen Donnerstag gab es ein Gespräch mit allen Beteiligten im Nordhäuser Ordnungsamt.

„Wacker hat uns zugesichert, bei den zukünftigen Risikospielen zusätzliche Ordnungskräfte bereitzustellen, um die Fans unter Kontrolle zu halten“, berichtet Wille über ein sehr kon­struktives Gespräch. „Uns wurde außerdem zugesichert, dass die Harzstraße bis zur Rosenstraße am nächsten Tag gereinigt werde“, so Wille. „Nur unserem Wunsch nach einem anderen Parkplatz für die Fanbusse wurde nicht entsprochen.“

Diese Aussagen konnte der Nordhäuser Ordnungsamtsleiter Christian Kowal bestätigen. „Eine Verlegung der Haltestelle der Gästefans sowie der Gästeparkplätze ist aus einsatztaktischen Gründen wegen der Fantrennung nicht möglich“, fügte der Ordnungsamtsleiter hinzu.

Für die Zukunft müsse eine andere Lösung fürs Parken gefunden werden, ist Wille überzeugt. Diese werde aber erst greifen, wenn der Sportpark umgebaut ist. Ein neues Konzept würde von der Stadt erarbeitet, hieß es aus dem Umfeld von Wacker.

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