Katzenplage nimmt im Südharz überhand

Südharz  Im Landkreis Nordhausen gibt es viel ungewollten Katzennachwuchs. Die Kastrationspflicht soll Ende 2019 kommen.

Mareike Grund spielt im Katzenhaus des Tierheims mit zwei Katzenjungen.

Mareike Grund spielt im Katzenhaus des Tierheims mit zwei Katzenjungen.

Foto: Doreen Hotzan

Das Katzenproblem im Landkreis Nordhausen ist in den Augen von Mareike Grund in diesem Jahr noch schlimmer als sonst. „Viele Leute lassen ihre Tiere nicht kastrieren. Also können sie sich ungestört vermehren“, sagt die stellvertretende Leiterin des Nordhäuser Tierheims. Die Folge: Die Plätze im neu errichteten Katzenhaus auf dem Areal sind stets gut gefüllt. Momentan leben hier laut Mareike Grund rund 50 Tiere – vom Kätzchen bis zum Senior ist alles dabei. Die ausgewachsenen Katzen werden gleich kastriert und auch so vermittelt. „Eine Kastration ist einfach besser für die Tiere“, appelliert die stellvertretende Tierheimleiterin an Katzenbesitzer. Und zwar nicht nur für Katzen, sondern auch für Kater, die sich bei Kämpfen um das Weibchen oft schwer verletzen.

Die Mitglieder des Nordhäuser Tierschutzvereins befürworten ebenfalls die Kastration. „Wir werden der Flut kaum Herr“, sagt Vizevereinsvorsitzender Kevin Schmidt. Es müsse dringend etwas passieren. Gemeinsam mit anderen Vereinen und dem Veterinäramt soll eine Katzenschutzverordnung auf den Weg gebracht werden. Diese soll Katzenbesitzer dazu verpflichten, ihre Freigänger kastrieren zu lassen. Der Entwurf liegt vor, heißt es am Montag auf Anfrage vom Veterinäramt. Bis Ende des Jahres soll die Verordnung für die entsprechenden Gebiete veröffentlicht werden.

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