Kein Weihnachtsmarkt und keine Einwohnertreffs in Ellrich

Hans-Peter Blum
Auf den traditionellen Stollenanschnitt durch Bürgermeister Henry Pasenow (CDU, links) und Pfarrer Jochen Lenz - hier ein Bild aus dem Jahr 2019 - müssen die Ellricher auch in diesem Jahr verzichten.

Auf den traditionellen Stollenanschnitt durch Bürgermeister Henry Pasenow (CDU, links) und Pfarrer Jochen Lenz - hier ein Bild aus dem Jahr 2019 - müssen die Ellricher auch in diesem Jahr verzichten.

Foto: Jonas Ruhland / Archiv

Ellrich.  Die Stadtverwaltung Ellrich hat Feier rund um die Johanniskirche gar nicht erst terminiert.

Die Corona-Pandemie macht auch nicht vor Ellrich halt. „Den Weihnachtsmarkt haben wir gar nicht erst terminiert, den Grund können sich alle denken“, sagte Ellrichs Bürgermeister Henry Pasenow (CDU) auf der Sitzung des jüngsten Haupt- und Vergabeausschusses in Sülzhayn. „Leider müssen auch die Einwohnerversammlungen in den Ortsteilen und die Seniorenveranstaltungen in diesem Jahr ausfallen“, bedauerte Pasenow. Das sei nicht schön, aber nicht zu ändern. Die Sicherheit und Gesundheit der Menschen gehe vor. „Lassen Sie sich aber nicht verrückt machen“, sprach er die Mitglieder des Hauptausschusses an. Den wirksamsten Schutz böten nach wie vor die AHA-Regeln, denn „es funktioniert nur mit Selbstdisziplin“, sagte Pasenow.

Das Rathaus sei natürlich auch weiterhin für die Bürger geöffnet, allerdings nur mit fester Terminvergabe, so Pasenow. In diesem Jahr finde einzig die Stadtratssitzung am 6. Dezember wie gewohnt in Sülzhayn statt. Und auch die Sitzung am 24. Januar 2022 soll stattfinden, denn dann stehe das wichtige Thema Haushalt auf der Tagesordnung.

Die beiden Stadtratssitzungen wurden im Hauptausschuss vorbereitet und die dortigen Beschlüsse empfohlen. Auf der Sitzung am 6. Dezember sollen mehrere ehrenamtliche Bürger der Einheitsgemeinde geehrt werden. Außerdem will die Verwaltung ihre Hauptsatzung in zwei Punkten abändern. Zum einen soll der Vorgang der Einwohnerfragestunde künftig genau beschrieben werden. „Anonyme Anfragen werden nicht beantwortet“, nannte Pasenow ein Beispiel. Und zum zweiten soll die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen verbessert und der entsprechende Passus neu eingefügt werden.

Die Geschäftsordnung für den Stadtrat und die Ausschüsse werde ebenfalls angepasst. Außerdem sind am 6. Dezember zwei Beschlüsse zu überplanmäßigen Ausgaben für die Feuerwehr zu verabschieden.