Kleinfurras stolzer Affenpapa: TA-Leser dürfen Namen wählen

Kleinfurra/Straußberg.  Das erstes Katta-Baby der Saison hat im Affenwald in Straußberg das Licht der Welt erblickt. Wie es heißt, entscheiden Sie.

Die fünfjährige Katta-Mama Fara hat ihr bereits drittes Jungtier zur Welt gebracht.

Die fünfjährige Katta-Mama Fara hat ihr bereits drittes Jungtier zur Welt gebracht.

Foto: Christoph Keil

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Einmal jährlich ändert Silvio Dietzel seine täglichen Routinen: immer im Frühjahr. Dann nämlich stehen im Affenwald Straußberg die Geburten seiner kleinen Schützlinge an. Dann werde er immer auch ein wenig aufgeregt, erzählt der Kleinfurraer.

Affenpark und Sommerrodelbahn

Dietzel greift an jenen Tagen morgens nicht zuerst zum Kaffee, sondern dreht in seinem Reich eine Runde, um nach frisch geborenen Jungtieren zu schauen. Bislang vergebens. Doch am Sonntag erwartete ihn eine kleine Überraschung: Seine Lemuren-Kolonie war um ein Mitglied reicher. Die fünfjährige Katta-Mama Fara hat ihr bereits drittes Jungtier zur Welt gebracht. „Mutter und Kind geht es prima“, erzählt Dietzel, der schon seit mehr als 20 Jahren den Park betreibt.

An die Anfänge von Sommerrodelbahn und Affenpark erinnert sich Dietzel noch heute: Anfang der 90er führte seine Familie und ihn ein Urlaub ins Breisgau. „Als uns damals ein Besuch in einem Affenpark empfohlen wurde, waren wir als Ossis schwer erstaunt, was das ist“, lacht er und erinnert sich an seine Gedanken von einst: „Wenn wir so etwas hier hätten, wäre das touristisch ein Knaller.“

Rund 100 Affen leben in Straußberg

Wenige Jahre darauf, die Familie des damaligen Marine-Matrosen betrieb bereits die Sommerrodelbahn am Straußberg und suchte nach einem weiteren Besuchermagneten, war der Gedanke wieder da.

Seit 1995 ist aus der Idee Europas wohl größte zusammenlebende Lemuren-Gemeinschaft geworden: 63 Kattas, 24 Varis und 22 Berberaffen buhlen dort um die Aufmerksamkeit der Touristen,

die zudem noch zwei Kängurus bestaunen dürfen. Wann und ob das auch dieses Jahr geschehen wird, ist für Dietzel ungewiss. Denn auch er kommt nicht um das Sorgenthema unserer Zeit umhin. Einer seiner fünf Angestellten habe direkt nach dem Österreich-Urlaub aus Sorge vor dem Corona-Virus in Quarantäne gemusst.

Einnahmeverluste drohen

Dietzel wollte dieses Jahr investieren: Ein neues Gehege für die Berber-Affen ist aus Sorge vor Einnahmeverlusten auf Eis gelegt, Wartungskosten von rund 15.000 Euro sind aber bereits in die Rodelbahn geflossen. Dass er wie geplant am 28. März die Parktüren öffnet, ist unwahrscheinlich. „Gerade in einer durch die Osterfeiertage einnahmestarken Zeit könnte das zum Problem werden.“ Er rechnet in nur einem Monat mit Einnahmeverlusten von 60.000 bis 70.000 Euro. „Es geht ans Eingemachte“, fürchtet Dietzel.

Bessere Laune bekommt Dietzel allerdings wieder mit Blick auf seinen Affennachwuchs, der übrigens noch keinen Namen trägt. „Ich konnte noch nicht schauen, welches Geschlecht das Jungtier hat. Die Mutter hätte sonst gebissen“, spricht er aus Erfahrung. Erst in eins, zwei Wochen könne er ohne Gefahren nachsehen.

Bis dahin dürfen die Leser unserer Zeitung bei einer Onlineumfrage mitbestimmen, wie das Baby heißen wird. Da dieses Jahr Namen mit J als Anfangsbuchstaben im Affenpark vergeben werden, hat Dietzel folgende Varianten zur Wahl gestellt: Ein männliches Tier könnte Jack, Jerry oder Jasper heißen. Für Affendamen dürfen die Leser entscheiden zwischen Josy, Jade und Jessie.

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