Kliniken im Kreis Nordhausen kümmern sich zurzeit um 20 Corona-infizierte Intensiv-Patienten

Das Südharz-Klinikum nimmt auch schwerkranke Menschen aus Sachsen auf.

Landrat Matthias Jendricke (links) - hier bei der Verabschiedung von Markus Batereau als Ärztlicher Leiter für den Rettungsdienst des Landkreises Nordhausen - schätzt die aktuelle Pandemie-Situation im Kreis Nordhausen als ernst ein. 

Landrat Matthias Jendricke (links) - hier bei der Verabschiedung von Markus Batereau als Ärztlicher Leiter für den Rettungsdienst des Landkreises Nordhausen - schätzt die aktuelle Pandemie-Situation im Kreis Nordhausen als ernst ein. 

Foto: Tobias Mielke / Archivbild

Nordhausen. Nicht dramatisch, aber ernst ist die Pandemie-Situation im Kreis Nordhausen. Mit Blick auf die Neuinfektionen zähle der Südharz nach wie vor zu den Regionen Thüringens mit den niedrigsten Zahlen, berichtet am Mittwoch Landrat Matthias Jendricke (SPD). Der Corona-Inzidenzwert liege bei 147 (Infektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner). Allein 25 aktuelle Infektionsfälle betreffen ein Seniorenheim in Bleicherode. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog.

Im Südharz-Klinikum sei eine Intensivstation nur für Covid-19-Patienten eingerichtet worden. Dort kümmern sich die Mediziner momentan um zehn Infizierte. Zwei dieser schwerkranken Personen seien am Dienstag aus Sachsen eingeflogen worden. Es sei auch eine ethische Frage, die eigenen freien Kapazitäten zu nutzen, um anderen, bei denen die Lage drastischer ist, zu helfen, unterstreicht Jendricke. In der Neustädter Lungenklinik seien gegenwärtig ebenso zehn corona-infizierte Intensiv-Patienten.

Insgesamt verfüge der Landkreis über 62 Intensivbetten. Von denen seien 42 zurzeit belegt, berichtet der Landrat. Damit andere Intensiv-Patienten nicht Gefahr laufen, sich auch noch mit dem Coronavirus zu infizieren, habe das Südharz-Klinikum die räumliche Trennung vorgenommen und die Isolierstation errichtet.

Seit Dienstag sei auch die Belegschaft des Landratsamtes von einem ersten Corona-Fall betroffen. Deshalb seien die Vorsichtsmaßnahmen in der Kreisverwaltung noch einmal verschärft worden. Allerdings geht der Landrat davon aus, dass sein Amt nach dem Weihnachtsfest am kommenden Montag und Dienstag arbeitsfähig und somit geöffnet bleiben kann.

Landrat Jendricke appelliert noch einmal an alle Kreisbewohner, sich über die Feiertage rücksichtsvoll und diszipliniert zu verhalten und vorsichtig zu sein.