Kooperation bei Weiterbildung von Sportvereinsmitarbeitern

Nordhausen.  Teilnehmer erfahren wertvolle Fertigkeiten, die im weiteren Berufsleben hilfreich sind.

 Die Teilnehmer der Weiterbildung beim Nordhäuser Kreissportbund.

Die Teilnehmer der Weiterbildung beim Nordhäuser Kreissportbund.

Foto: Landratsamt Nordhausen

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Erste Hilfe, Fahrsicherheitstraining, Bewegungslehre oder Suchtprävention: Diese und weitere Themen stehen gerade auf dem „Stundenplan“ einer Weiterbildung, an der Beschäftigte aus Sportvereinen im Kreissportbund und im Berufsbildungszentrum Nordhausen (BBZ) teilnehmen. In 200 Stunden erfahren die insgesamt rund 40 Mitarbeiter, die in erster Linie über das Teilhabechancengesetz gefördert werden, wichtige Kenntnisse für ihren Einsatz in den verschiedenen Sportvereinen im ganzen Landkreis Nordhausen. So absolvieren die Teilnehmer in der umfangreichen Weiterbildung einen Übungsleiter-C-Lehrgang, werden zu Ersthelfern und Brandschutzhelfern ausgebildet und machen ein Fahrsicherheitstraining.

Die 33 Beschäftigten, die im Rahmen des Teilhabechancengesetzes gefördert werden, sind in insgesamt 29 Sportvereinen in elf Städten und Gemeinden im Einsatz. Zusätzlich werden zurzeit sechs Mitarbeiter von Sportvereinen über die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GfAW) gefördert. Auch sie nehmen an den Lehrgängen im Kreissportbund und im BBZ teil. „Sie erfahren hier wertvolle Kenntnisse und Fertigkeiten, die ihnen im weiteren Berufsleben hilfreich sind und ihre Qualifikation bereichern“, sagt Karin Schierwater, Bereichsleiterin Markt und Integration im Jobcenter Nordhausen. Seit dem Start des Teilhabechancengesetzes zu Beginn des Jahres hat das hiesige Jobcenter insgesamt 112 Arbeitssuchende über dieses neue Förderinstrument vermittelt. Mit dem Teilhabechancengesetz kann das Jobcenter gezielt Menschen unterstützen, die seit zwei Jahren und länger auf Arbeitssuche sind.

Der Bereich des Sports bildet im Teilhabechancengesetz einen besonderen Schwerpunkt. Landrat Matthias Jendricke (SPD) hatte bereits im Februar dem Kreisausschuss vorgeschlagen, dass der Landkreis Nordhausen ein Drittel der erforderlichen Eigenanteile der Lohnkosten übernimmt, wenn sich auch die jeweilige Kommune und der Verein entsprechend beteiligen. „Die Integration der Beschäftigten in die Sportvereine läuft in meinen Augen beispielhaft. Das Engagement des Kreissportbundes ist hier außergewöhnlich, auch im Vergleich zu anderen Landkreisen. Deshalb beteiligt sich der Landkreis als örtlicher Sozialhilfeträger auch an der Finanzierung der Eigenanteile der Lohnkosten“, so Jendricke, der auch die kontinuierliche Kooperation des Jobcenters und des Kreissportbundes hervorhebt. Langzeitarbeitslose erhielten eine neue Perspektive und die Vereine eine wertvolle Unterstützung bei den vielen anfallenden Aufgaben – von der Platzpflege über die Vereinsarbeit bis hin zur Organisation von Wettkämpfen und Veranstaltungen.

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