Kraniche ziehen nachts über den Harz

Ilfeld (Landkreis Nordhausen). In der Nacht vom Freitag zum Sonnabend flogen wieder viele Kraniche im Tiefflug über Ilfeld in Richtung Netzkater. Jedes Jahr kann man von Mitte Februar bis Anfang März auch nachts das Rufen der Kraniche beim Überfliegen von Ilfeld hören.

Kraniche überfliegen die Ortschaft Ilfeld. Foto: Herbert Buchholz

Kraniche überfliegen die Ortschaft Ilfeld. Foto: Herbert Buchholz

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In dieser Zeit ziehen die Kraniche von ihren Überwinterungsgebieten in Spanien und Südfrankreich zu ihren Brutgebieten nach Nordeuropa. Sie haben es eilig, weil sie möglichst als erste ihre nicht im Überfluss vorhandenen Brutgebiete besetzen wollen.

Das nächtliche Überfliegen des Harzes dürften ihnen die Straßenbeleuchtungen der Orte Ilfeld, Netzkater, Hasselfelde, Wendefurth und Blankenburg erleichtern.

Auch nutzen sie solche Wetterlagen, bei denen der Wind in Richtung Nordost bläst, wo sie hin wollen. Mit Hilfe des Rückenwindes sparen sie Energie und können bis zu 1000 km ohne Unterbrechung fliegen. Im Herbst, wenn die Kraniche von ihren Brutgebieten in ihre Überwinterungsgebiete fliegen, haben sie es weniger eilig. Sie müssen Rücksicht auf die noch nicht so konditionsstarken Jungvögel nehmen und rasten deshalb unterwegs öfter und länger.

Von Ende Oktober bis Anfang November übernachten dann an einzelnen Tagen bis zu 40.000 Kraniche im knietiefen Restwasser des abgelassenen Kelbraer Stausees.

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