Land fördert Bau von „WBGreen One“ mit 1,3 Millionen Euro

Nordhausen.  Fördermittelbescheid über 3,5 Millionen Euro für begrüntes Mehrfamilienhaus an Stolberger Straße.

Die ökologische Unternehmensphilosophie der WBG als größtem Wohnungsanbieter der Region soll sich bei dem von Michael Flagmeyer entworfenen Gebäude durch begrünte Fassaden widerspiegeln.

Die ökologische Unternehmensphilosophie der WBG als größtem Wohnungsanbieter der Region soll sich bei dem von Michael Flagmeyer entworfenen Gebäude durch begrünte Fassaden widerspiegeln.

Foto: Michael Flagmeyer / Peter Cott

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Einen Fördermittelbescheid über 3,5 Millionen Euro aus den Händen von Infrastrukturstaatssekretär Klaus Sühl gab es jetzt für die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG). Die Mittel kommen aus dem Innenstadtstabilisierungsprogramm, teilt das In-frastrukturministerium mit über das Geld, das in die Realisierung des Neubauvorhabens „WBGreen One“ in Nordhausen fließen soll. „Hier wird etwas Besonderes entstehen”, sind sich die beiden Vorstände der WBG, Steffen Loup und Sven Dörmann, einig.

Im Rahmen eines Architektenwettbewerbes hatte sich der hiesige Architekt Michael Flagmeyer mit einem außergewöhnlichen Entwurf durchgesetzt. „Der Name hat in der Begrünung der Fassade, einer sogenannten „Living Wall“ seinen Ursprung“, erklärt er. In der Bestandssanierung ist es schwieriger, solche Vorhaben umzusetzen.

Die WBG folgt damit der Zielsetzung der Genossenschaft, den eigenen Bestand ökologisch nachhaltig zu entwickeln und Wohnwert zu steigern. Ab März sollen 14 barrierefreie und teilweise behindertengerechte Drei- bis Fünf-Raum-Wohnungen sowie 14 Tiefgaragenstellplätze entstehen.

Der künftige Mietpreis wird nicht mehr als 5,65 Euro und 6,65 Euro je Quadratmeter betragen. Möglich ist dies nur durch die Förderung des Landes. „Ohne Förderung würden sich die Mietpreise deutlich über der Zehn-Euro-Marke bewegen“, erläuterten die Vorstände. Die WBG wird in das Vorhaben insgesamt 4,2 Millionen Euro investieren. Fünf Prozent werden als Baukostenzuschuss gewährt, weitere fünf als Tilgungszuschuss.

Die Höhe der Förderung von rund 1,3 Millionen Euro wiederum wurde auch durch den Zeitraum der Belegungsbindung für die Wohnungen beeinflusst. Diese verlängert sich um 5 auf 20 Jahre, um den höchstmöglichen Fördersatz zu erhalten. „Wir haben unsere Wohnungsbauprogramme evaluiert und versprechen uns von diesem Förderinstrument, dass weniger Wohnungen aus der Belegungsbindung fallen und dass der Neubau von Wohnungen den Wohnungsmarkt insgesamt entlastet. Die WBG ist das erste Unternehmen, das dieses Angebot genutzt hat“, sagte Sühl.

Der Spatenstich soll im Februar erfolgen. Im Sommer 2021 wird mit der Fertigstellung gerechnet.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren