Landkreis plant Regionales Entwicklungskonzept

Nordhausen  Kreistag stimmte dem Vorhaben am Dienstag zu. Chancen auf Förderung von Projekten steigen für die Kommunen

Der Landkreis Nordhausen will ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) für die Südharzer Kommunen erstellen. Landrat Matthias Jendricke (SPD) stellte die Pläne auf der Sitzung des Kreistages am Dienstag vor.

„Mit dem flächendeckenden Ansatz wird angestrebt, im Rahmen einer Kooperation der Gemeinden als Modellvorhaben gemeinsame Projekte zu entwickeln, die unsere Region voranbringen“, führte Jendricke aus. Dabei könnten auch die in den 90er-Jahren entwickelten REK „Gipskarstlandschaft Südharz“, „Westlicher Landkreis“ und „Regionales Handlungs- und Maßnahmenkonzept Stadt und Landkreis Nordhausen“ fortgeschrieben und bislang nicht berücksichtigte, interessierte Kommunen mit einbezogen werden.

„Veränderte Handlungsansätze für das REK ergeben sich aus den aktuellen demografischen Herausforderungen und der kommunalen Neugliederung im Landkreis mit einer Reduzierung der Gemeinden in acht Verwaltungseinheiten. Hierbei denke ich vor allem an den westlichen Landkreis mit der neuen Landgemeinde Bleicherode sowie Harztor“, erklärte der Nordhäuser Landrat.

Mit der Entwicklung innovativer Projekte und erfolgreicher Kooperationen würden auch die Chancen für die finanzielle Förderung steigen. „Wir können davon ausgehen, dass Vorhaben, die Bestandteil eines REK sind, größere Chancen auf eine Förderung haben werden.“

Der Landkreis würde die Fördermittel beantragen, den Eigenanteil von zehn Prozent tragen und die Konzepterstellung koordinieren. Voraussetzung sei die Zustimmung des Kreistages und der Kommunen. „Da der Förderantrag für 2020 bereits bis zum 30. September beim Thüringer Ministerium für Infrastruktur einzureichen ist, wurden die Bürgermeister der acht Gebietskörperschaften des Landkreises von uns schon gebeten, eine Beteiligung am REK zu beraten“, so der Landrat. „Ich denke, dass eine Zustimmung der Stadt Nordhausen bis Ende September schwierig wird“, gab Oberbürgermeister Kai Buchmann (pl) zu bedenken. Ein Stadtratsbeschluss sei nicht erforderlich, entgegnete Jendricke. Die Mitglieder des Kreistages stimmten dem Beschluss bei drei Enthaltungen zu.

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