Nordhausen: Landrat Jendricke will keine weiteren Verschärfungen der Corona-Verordnungen

Nordhausen  Matthias Jendricke kritisiert die Ministerpräsidenten für deren „Wettlauf mit der Keule“.

Als einen „Wettlauf mit der Keule“ bezeichnet der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke (SPD) das Gebaren vieler Ministerpräsidenten in der gegenwärtigen Corona-Krise. „Wir wollen keine weiteren Verschärfungen im Landkreis“, versichert er. Unser Foto zeigt den Landrat bei der  Einweihung der Zentralen Notaufnahme des Südharz-Klinikums in Nordhausen (Thüringen) im Juli 2020.

Als einen „Wettlauf mit der Keule“ bezeichnet der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke (SPD) das Gebaren vieler Ministerpräsidenten in der gegenwärtigen Corona-Krise. „Wir wollen keine weiteren Verschärfungen im Landkreis“, versichert er. Unser Foto zeigt den Landrat bei der  Einweihung der Zentralen Notaufnahme des Südharz-Klinikums in Nordhausen (Thüringen) im Juli 2020.

Foto: Marco Kneise

Als einen „Wettlauf mit der Keule“ bezeichnet der Nordhäuser Landrat Matthias Jendricke (SPD) das Gebaren vieler Ministerpräsidenten in der gegenwärtigen Corona-Krise. „Wir wollen keine weiteren Verschärfungen im Landkreis“, versichert er. Corona-Blog: Todesfälle seit Dezember vervierfacht – Thüringen nun Bundesland mit höchstem Inzidenzwert

Den Bewegungsradius der Südharzer auf 15 Kilometer einzuschränken, lehnt er ab. Das sei eine Empfehlung. „Aber anordnen will ich das nicht.“ Es sei auch nicht umsetzbar. Die Behörden sollten ihre Kräfte auf Bereiche konzentrieren, die sinnhafter sind.

Kritik übt Jendricke ebenso an der Ein-Personen-Regel zur Kontaktbeschränkung bei privaten Treffen. Er vermisst die Ausnahme bei betreuungspflichtigen Kindern. Alleinerziehenden müsste es weiterhin erlaubt sein, auch zwei Kinder an Verwandte zu übergeben. Der Landrat betont: Wer die geltende Regel bei Kindern überschreitet, dem drohen im Südharz keine Bußgelder.

Sieben Bundeswehrsoldaten unterstützen das Gesundheitsamt gegenwärtig bei der Kontaktverfolgung und im mobilen Test-Team. Der Landrat möchte die Zusammenarbeit bis Ende Februar verlängern und hat zwei weitere Soldaten beim Landeskommando beantragt.