Lang ersehnter Spatenstich für Nordhäuser Feuerwache

Nordhausen.  13 Jahre der Planungen brauchte und 18 Millionen Euro braucht es für den Bau. Die Fertigstellung ist für 2022 anvisiert.

Politische Vertreter und solche aus freiwilliger und Berufsfeuerwehr beim Spatenstich.

Politische Vertreter und solche aus freiwilliger und Berufsfeuerwehr beim Spatenstich.

Foto: Christoph Keil

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Der lang ersehnte Startschuss für Nordhausens wichtigstes Großprojekt, am Freitag ist er gefallen. Ganze 13 Jahre vom ersten Grundsatzbeschluss des Stadtrates, eine neue Feuerwache in der Zorgestraße zu bauen, bis zum Spatenstich hat es gedauert. Unter großem Andrang vieler Feuerwehrleute und Mitarbeiter der Stadtverwaltung eröffnete Oberbürgermeister Kai Buchmann (pl) die Arbeiten gemeinsam mit Vertretern des Innenministeriums sowie des Landesverwaltungsamtes und den Leitern der Berufs- sowie der Freiwilligen Feuerwehr Mitte.

Für beide Feuerwehren soll bis etwa Jahresmitte 2022 ein 90 mal 72 Meter großes, U-förmiges Domizil entstehen. Angedacht sind insgesamt 22 Einstellplätze für Fahrzeuge nebst Personal- und Büroräumen. Da die Stadt über kein feuerwehrtechnisches Zentrum verfügt, wurden in den geplanten drei Etagen auch gemeinsam genutzte Werkstätten und Schlauchtrockenräume mit eingeplant.

Der Preis des Vorhabens allerdings ist innerhalb der jahrelangen Odyssee aus Standort- und Finanzierungsfragen gestiegen. Statt einst von einer knapp 8-Millionen-Euro-Schätzung geht die Stadt, die selbst als Bauherrin auftritt, nun von einer Investition in Höhe von 18 Millionen Euro aus. Das Land wird hierfür 1,5 Millionen Euro Fördermittel gewähren, knapp 900.000 Euro kommen vom Landkreis.

Mit Vorfreude und Demut, aber auch einer Portion Wut sei er zum Spatenstich gefahren, erklärte Buchmann angesichts der Irrungen vergangener Jahre. Die bezeichnete er als „politische Bremsklötze“. Die Feuerwehren, denen man den Schutz der Stadt anvertraue, seien wie „heiße Kartoffeln“ behandelt worden. „Welches Bild geben wir ab, wenn wir auf Pflichtaufgaben nicht mit Schwung den Deckel draufmachen“, kritisierte er den langen Weg zum Bau.

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