Lob für neue Bürgerinitiative im Ellricher Stadtrat

Ellrich.  Die Stadtverwaltung in Ellrich hat ihre Unterstützung für bürgerschaftliches Engagement bei der Pflege des ehemaligen KZ-Außengeländes in Aussicht gestellt.

Der Ellricher Andreas Heise will eine Initiative gegen das Vergessen der Verbrechen im KZ-Außenlager Ellrich-Juliushütte ins Leben rufen. Im Bahnhof soll ein Anlaufpunkt mit Informationen zur Geschichte des Außenlagers entstehen.

Der Ellricher Andreas Heise will eine Initiative gegen das Vergessen der Verbrechen im KZ-Außenlager Ellrich-Juliushütte ins Leben rufen. Im Bahnhof soll ein Anlaufpunkt mit Informationen zur Geschichte des Außenlagers entstehen.

Foto: Hans-Peter Blum

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Die Zukunft des Geländes des ehemaligen KZ-Außenlagers Ellrich-Juliushütte spielte auch in der Stadtratssitzung am Montagabend eine Rolle. „Wie werden die Ideen von Andreas Heise zur Gründung einer Bürgerinitiative, die sich um Juliushütte kümmern will, im Ellricher Rathaus aufgenommen?“, wollte Matthias Ehrhold von der SPD-Fraktion wissen. „Wir sind als Stadt zwar nicht beteiligt, finden es aber in Ordnung“, antwortete Bürgermeister Henry Pasenow. Er sei dafür, bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen und zu fördern, fügte er hinzu. Bereits zuvor hatte die Nordhäuser KZ-Gedenkstättenleiterin Regina Heubaum gesagt, sie begrüße jede Initiative von Seiten der Ellricher Bevölkerung.

„Andreas Heise ist ein gutes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement“, sagte Jürgen Weyandt (Grüne) Solche Leute würden den notwendigen Druck erzeugen, der auch die Stadträte antreibe.

„Wir haben mit der Bildung einer Arbeitsgruppe unter Einbeziehung aller Beteiligten einen großen Erfolg eingefahren“, betonte Pasenow in der Stadtratssitzung. So soll ein Ideenwettbewerb zur Neugestaltung des Außenlager-Geländes durchgeführt werden (TA berichtete). „Wenn wir in einem Jahr sagen können, welche konkreten Maßnahmen wir in Angriff nehmen, haben wir viel erreicht“, blickte er voraus.

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