Michael Blasczyk zieht es von Bleicherode in die Militärseelsorge

Bleicherode.  Die Bleicheröder Pfarrstelle wird ab Februar neu zu besetzen sein.

Michael Blasczyk ist Pfarrer in Bleicherode, er wechselt aber Anfang 2020 nach Sondershausen.

Michael Blasczyk ist Pfarrer in Bleicherode, er wechselt aber Anfang 2020 nach Sondershausen.

Foto: Kristin Müller

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Nach acht Jahren als Bleicheröder Pfarrer sucht Michael Blaszcyk eine neue Aufgabe: Er wird Militärpfarrer in Sondershausen. Sein Dienst beim evangelischen Militärpfarramt in der dortigen Kaserne wird am 1. Februar beginnen. Zuständig wird Blasczyk dann auch für die Bundeswehr-Standorte Bad Frankenhausen, Blankenburg, Halberstadt und Mühlhausen sein.

„Nach fast 25 Jahren als Gemeindepfarrer wurde es Zeit für eine andere Schwerpunktsetzung“, sagt der 54-Jährige. Auf der jüngsten Herbstsynode des Kirchenkreises Südharz gab es für ihn viel Lob von Superintendent Andreas Schwarze, insbesondere für seinen „treuen Dienst“ als Diakoniepfarrer im Kirchenkreis. „Sie werden uns fehlen!“ Die Bleicheröder Pfarrstelle soll Anfang nächsten Jahres ausgeschrieben werden.

Blasczyk selbst wünscht sich eine engere Verzahnung von Kirchgemeinden und „institutioneller Diakonie“, also etwa den Einrichtungen der ambulanten und stationären Altenhilfe, der Suchthilfe und der Behindertenhilfe. „Diakonie ist Kirche. Es gilt, dafür das Bewusstsein zu schärfen.“

300.000 Euro stehen für Bauinvestitionen bereit

Schwarze kündigte eine aktualisierte Landkarte zur Vielfalt diakonischer Angebote im Kirchenkreis an. „Im Grunde haben wir für fast alle Lebenslagen und Belange ein Angebot.“ Das Auffinden dieser soll mit der Karte erleichtert werden. Über eine neue Personalie konnte er auch berichten: Ab März nächsten Jahres tritt Marcus Bornschein die Nachfolge des langjährigen Jugendreferenten Simon Roppel an. „Ein Bornschein tat dem Kirchenkreis schon einmal gut“, spielt Schwarze augenzwinkernd auf seinen Amtsvorgänger Michael Bornschein an, betont aber, dass beide nicht miteinander verwandt sind.

Nicht nur die Personalsituation im evangelischen Kirchenkreis beschäftigte die Synode. Auch die Finanzen waren ein Thema. Die Synodalen beschlossen den Haushalt für nächstes Jahr. Demnach steht ein Gesamtbudget von 8,37 Millionen Euro zur Verfügung. Allein die Personalkosten im Verkündigungsdienst belaufen sich auf 2,6 Millionen Euro. Für die Jugendkirche wurden explizit 60.000 Euro eingeplant. Zum Bauen stehen dem Kirchenkreis selbst rund 300.000 Euro Investitionsmittel bereit. Wobei der Superintendent hofft, durch Fördermittel und Spenden diese Summe letztlich verfünf- bis versiebenfachen zu können.

„Ich weiß, die zur Verfügung stehenden Mittel reichen nicht aus. Aber wenn ich die vielen Baustellen sehe, muss ich auch sagen, wir können stolz sein auf das gemeinsam Geschaffene“, blickte Stephan Domann, Chef des Bau- und Finanzausschusses der Synode, zurück. Aus seiner Sicht sollten die Kirchbauvereine allerdings mehr Unterstützung erfahren.

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