Neue Blüte durch Mackenrodes Ortsumgehung?

Mackenrode  Hohensteins Bürgermeister Andreas Gerbothe (CDU) verspricht sich neue Ansiedlungen für den Ortsteil Mackenrode.

Mackenrodes Bürgermeister Manfred Buchholz hofft darauf, dass sich für den Truck-Stop im Gewerbegebiet ein Nachmieter finden wird. Der vorherige Wirt hatte den Standort aufgegeben, weil durch den Bau der Umgehungsstraße die Kundschaft ausblieb.

Mackenrodes Bürgermeister Manfred Buchholz hofft darauf, dass sich für den Truck-Stop im Gewerbegebiet ein Nachmieter finden wird. Der vorherige Wirt hatte den Standort aufgegeben, weil durch den Bau der Umgehungsstraße die Kundschaft ausblieb.

Foto: Hans-Peter Blum

„Die Lebensqualität für die Bewohner Mackenrodes wird sich in den nächsten Jahren spürbar erhöhen“, ist sich An­dreas Gerbothe (CDU) sicher. Der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Hohenstein hofft dabei nicht nur auf eine deutlich geringere Verkehrsbelastung nach dem Bau der Umgehungsstraße der B 243. Er setzt auch auf Neuansiedlungen in der Ortslage und den beiden Wohngebieten Mackenrodes.

„Durch die günstige Verkehrsanbindung an den Fernverkehr mit der östlich des Dorfes gelegenen neuen Auffahrt zur B 243 versprechen wir uns auch eine Belebung des Gewerbegebietes“, so der Bürgermeister weiter. Ortsbürgermeister Manfred Buchholz verweist auf die noch vorhandenen freien Flächen. „Im Gewerbegebiet sind noch zwei Grundstücke zu haben, und in den Wohngebieten ist noch freier Platz für über 20 neue Familien“, zählt er auf.

Beiden ist natürlich bewusst, dass sich die Bedingungen durch den derzeitigen Bau der Ortsumgehung für die ortsansässigen Betriebe erst einmal verschlechtert haben. Bestes Beispiel ist die Schließung des Grillstübchens im vergangenen Jahr und des Truck-Stops vor einigen Wochen. Mit dem Wegfall des Durchgangsverkehrs der alten B 243 sind auch die Kunden ausgeblieben, die auf dem Weg von und nach Nordhausen hungrig eine Rast eingelegt haben.

Für die anderen Betriebe vor Ort stellt sich die Situation allerdings nicht ganz so kritisch dar. „Mein Geschäft ist vom fehlenden Durchgangsverkehr kaum betroffen, weil ich viel im Internet verkaufe“, sagt Ralf Ebeling vom gleichnamigen Car-Shop. „Unsere Kunden kommen aus dem Ort und der Umgebung, deshalb ist dies kein Thema für uns“, berichtet Reno Aderhold von der Kfz-Werkstatt Aderhold & Sauer. Und auch das Haarstudio von Doreen Gotter merkt kaum etwas von ausbleibender Kundschaft. „Wir ziehen übrigens am 17. November 200 Meter die Straße weiter ins ehemalige Grillstübchen“, nutzt sie den Besuch der TA zu einer Information in eigener Sache.

Ralf Ebeling ist übrigens nicht davon überzeugt, dass sich nach dem Bau der Ortsumleitung viel ändern wird. „Die neue Zufahrt zur B 243 ist viel zu weit weg vom Gewerbegebiet. Für mich ist viel wichtiger, dass die Anbindung nach Nüxei über die alte Bundesstraße wegfallen wird“, schildert er seine Befürchtung. Denn nach seinem Wissen soll dort keine normale Straße mehr, sondern nur noch ein Wirtschaftsweg verlaufen. Diese Information bestätigte auch das Landesamt für Bau und Verkehr. „Dort soll ein einfacher Verbindungsweg mit der Funktion eines Rad- und Wirtschaftsweges entstehen“, sagte Amtssprecher Winfried Ludolph.

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