Nicht alles wird bezahlt

Kommentar: Kristin Müller zollt den Musikschullehrern Respekt

Kristin Müller

Kristin Müller

Foto: Thomas Müller

Er ist eine Krücke, natürlich. Distanzunterricht ersetzt den Musikschulunterricht von Angesicht zu Angesicht in einem realen Raum mitnichten hundertprozentig. Dass sich die Kreismusikschule trotzdem ihr nun auch vertraglich untersetztes Online-Angebot in selbem Umfang bezahlen lassen will, ist dennoch richtig.

Denn mehr denn je zeigt sich in diesen Pandemiezeiten, mit welch persönlichem Engagement und Herzblut die Lehrer ihren Dienst tun. Der gebührenpflichtige Online-Unterricht ist nur das eine. Ohne dafür Gegenleistungen zu verlangen, haben die Experten für Schlagzeug, Gitarre & Co. in den vergangenen Monaten ihre Schüler via E-Mails oder anderer Nachrichtenkanäle mit Übungsblättern oder Audiodateien von eingespielten Stücken versorgt, haben sich virtuell für den Unterricht getroffen. Die Leiterin der musikalischen Früherziehung verschickte Mitmach-Videos, eine Gitarrenlehrerin konzipiert seit Wochen an vier Tagen pro Woche einen 45-minütigen Online-Musiktheorie-Unterricht für ihre Eleven, der wissenswert, spannend und unterhaltsam zugleich ist.

Wer die Musikschulgebühr für den Online-Unterricht bezahlt, setzt auch ein Zeichen der Wertschätzung dieser Arbeit und bekundet seine Solidarität mit den Lehrern.