Nordhäuser Gaststätte „Zum Stepel“ wird griechisch

Nordhausen  Erst im Dezember war das beliebte Lokal in der Nordhäuser Altstadt wieder eröffnet worden. Nun stellt es sich kulinarisch neu auf.

Zwischen Alt und Neu: Lazaros Sismanidis lässt im Stepel vieles – die alten Ansichten Nordhausens etwa – unberührt. Das Restaurant wird aber griechisch.

Zwischen Alt und Neu: Lazaros Sismanidis lässt im Stepel vieles – die alten Ansichten Nordhausens etwa – unberührt. Das Restaurant wird aber griechisch.

Foto: Peter Cott

Wer dieser Tage durch die Altstadt spaziert, wird sich vor dem Stepel womöglich irritiert die Augen reiben: Erst im Dezember hatte die Traditionsgaststätte nach siebenmonatiger Auszeit neu eröffnet. Doch schon wieder steht man vor verschlossenen Türen. Mehr noch: Die Aufschrift „Taverne“ umrahmt neuerdings den Eingang zum Lokal, das – geht es nach Pächter Lazaros Sismanidis – nicht mehr lange geschlossen ist. Denn verlaufen die Umbauten nach Plan, können schon Ende kommender Woche neue Gäste begrüßt werden.

Dann aber werden sie neben Klassikern wie Rostbrätl und Schnitzel mit griechischen Speisen verwöhnt. Die Gaststätte sei zuletzt nicht mehr so angenommen worden, wie er sich das erhofft hatte, bedauert Sismanidis, der zugleich das anliegende Ristorante Rustica betreibt. Der aus Nordgriechenland stammende Gastwirt ist vielen noch als Kellner des Lokals Poseidon in der Bäckerstraße bekannt. Und nun will er neben Pizzen und Pasta auch mit den Speisen seiner Heimat durchstarten.

Angst vor der Konkurrenz – immerhin hat Nordhausen mit dem Akropolis, der Schönen Aussicht und dem Theaterrestaurant Irodion bereits drei griechische Restaurants – hat er dabei nicht. „Ich nenne sie lieber Mitbewerber. Wir wollen alle Freunde sein“, sagt er lächelnd über einen aus seiner Sicht großen Markt für solches Essen. „Sonst würden wir nicht aufmachen“, sagt er über die 38 Sitzplätze im Inneren und den 48 Sitzplätze fassenden, neu gestalteten Wintergarten.

Punkten will Sismanidis bei seinen Gästen vor allem mit auserlesenen Weinen und Käsen aus ganz Griechenland sowie einer Salatbar. Eine Monatskarte soll obendrein für wechselnde kulinarische Höhepunkte sorgen. Hoffnung macht er auch den Traditionalisten unter den Nordhäusern: Denn das Interieur der Kneipe wird nur geringfügig verändert. „Sie ist auch so schon gemütlich genug“, ist Sismanidis überzeugt. Und selbst der Name bleibt fast unberührt: Als Taverne Zum Stepel öffnet das Haus fortan.

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