Nordhäuser kauft Clubhaus in Neustadt

Neustadt  Der Unternehmer Thomas Prophet ist seit drei Jahren Mitglied im Verein, dem das Objekt in Neustadt einst gehörte. Er greift ein altes Nutzungskonzept auf.

Der Nordhäuser Thomas Prophet hat das Vereinshaus auf dem Gelände des Neustädter Golfparkes gekauft. Er ist selbst seit drei Jahren Mitglied im dort ansässigen Golfverein und möchte das Objekt im Sinne des Vereins betreiben.

Der Nordhäuser Thomas Prophet hat das Vereinshaus auf dem Gelände des Neustädter Golfparkes gekauft. Er ist selbst seit drei Jahren Mitglied im dort ansässigen Golfverein und möchte das Objekt im Sinne des Vereins betreiben.

Foto: Doreen Hotzan

Seit voriger Woche ist es offiziell. Der neue Eigentümer des Vereinshauses auf dem Gelände des Golfparkes in Neustadt steht fest. Der Nordhäuser Unternehmer Thomas Prophet hat das Gebäude, das schon länger zum Verkauf stand, erworben. Viel werde sich dort nicht verändern, meint er. Im Gegenteil. „Ich werde das Haus für den Golfverein weiter nutzbar machen“, so der Inhaber einer Metallbau- und Innenausbaufirma mit Sitz in Salza.

Ursprünglich gehörte das Objekt auch dem Verein. Dessen Präsident Frank Lindner sowie vier weitere Mitstreiter gründeten einst eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) und kauften das Haus 2014 bei einer Zwangsversteigerung und investierten in das Gebäude. So erhielt das Haus nach Auskunft von Thomas Prophet unter anderem eine neue Heizung. Die Gesellschafter hatten die Vision, daraus ein Clubhaus zu machen, mit allem, was dazu gehört: Gastronomie, Ferienwohnungen, in denen die Gäste des Golfparkes übernachten können, und der Option, die Räume für diverse Feierlichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Doch der Plan ging nur ansatzweise auf. Denn mit der Gastronomie wollte es nicht so recht klappen. „Das hat ja immer mal gewechselt. Beim letzten Betreiber standen die Gäste häufig vor verschlossener Tür, obwohl die Gaststätte längst geöffnet hatte“, weiß Thomas Prophet zu berichten. Das Dilemma mit der Suche nach einem geeigneten Pächter hat der Nordhäuser hautnah mitbekommen, da er selbst seit drei Jahren Mitglied des Golfvereins ist.

Das einzige, was bisher gut angenommen wurde, war die Vermietung der Räume. Daran will der neue Eigentümer weiter festhalten und dafür sorgen, dass diese Event-Location im Südharz auch künftig gebucht wird. Die Voraussetzung dafür ist in den Augen von Thomas Prophet gegeben. So verfügt das Haus über ein komplett eingerichtetes Restaurant, inklusive Biergarten, mit einer Kapazität bis zu 100 Personen mit Küche, Theke und einem extra Raum, in dem ein Buffet aufgebaut werden kann. Auch in der oberen Etage kann ausgiebig gefeiert werden. Den Vorteil des Veranstaltungsortes sieht Thomas Prophet darin, dass hier die Leute so feiern können, wie sie es möchten, ohne an die örtliche Gastronomie gebunden zu sein. „In Nordhausen etwa kenne ich kein Lokal, wo die Gastronomie nicht schon mit dabei ist“, sagt er. In Neustadt hingegen hätten Besucher die Möglichkeit, ihren Wunsch-Caterer zu beauftragen. Bei Bedarf werden auch welche vermittelt.

Unzufrieden ist Thomas Prophet nur mit der jetzigen Innenausstattung. „Ich will das modern gestalten. Weiterhin bekommen die Wände noch einen frischen Anstrich in einer anderen Farbe“, blickt der Nordhäuser voraus. Bewegung soll auch in das Projekt Ferienwohnungen kommen. An diesen Ursprungsgedanken knüpft Thomas Prophet an. Im Bereich Vermietung und Verpachtung kennt er sich aus. „Ich mache das bereits seit 25 Jahren, habe mehrere Objekte in Nordhausen, die ich betreue“, erläutert er. Nun kommt noch Neustadt hinzu. In dem großen Saal der ehemaligen Bowlingbahn sollen fünf Ferienwohnungen über zwei Etagen entstehen – jede einzelne ausgestattet mit Wohnzimmer, Küche und WC sowie eigener Terrasse. „Und in jeder können bis zu fünf Personen untergebracht werden, also insgesamt 25“, rechnet der Unternehmer vor. Die Umbauarbeiten werden im Dezember starten. Thomas Prophet hofft, die Wohnungen dann bereits zum Saisonstart 2020 vermieten zu können. Auch an der Indoor-Golfanlage möchte Thomas Prophet etwas verändern, dort perspektivisch gesehen eine neue Technik einbauen. Insgesamt investiert der Nordhäuser einen fünfstelligen Betrag. Die genaue Summe will er nicht nennen, verweist lediglich darauf, dass die Nordthüringer Volksbank ihn bei der Finanzierung unterstützt.

Mit dem Golfverein möchte Thomas Prophet weiter künftig zusammenarbeiten und diesen ebenfalls bekannter machen. „Mir schwebt vor, dass wir unseren Trainer bei betrieblichen Feiern anbieten können“, blickt der Unternehmer voraus.

Lange überlegen musste er nicht, um das Haus zu kaufen, für das es viele Anfragen gab. „Die meisten wollten das als Wohnhaus nutzen“, sagt Thomas Prophet. Dann allerdings wäre eine solche Nutzung, wie es sie sich der Verein vorgestellt hätte, niemals möglich gewesen.

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