Nordhäuser Schüler simulieren Landtagswahl

Nordhausen  Jugendliche der Nordhäuser Petersbergschule nehmen an thüringenweiter Juniorwahl teil und erleben so erste Erfahrungen mit Demokratie.

Das Resultat der Juniorwahl wird man demnächst im Sozialkunde-Unterricht besprechen.

Das Resultat der Juniorwahl wird man demnächst im Sozialkunde-Unterricht besprechen.

Foto: Marco Kneise

Während am Wahlsonntag in Thüringen noch fleißig Stimmen gezählt wurden, stand das Ergebnis einer anderen Wahl bereits fest. Denn parallel zur diesjährigen Landtagswahl fand eine weitere in Thüringen statt, nur in kleinerem Rahmen: die Juniorwahl 2019, eine realistische Wahlsimulation, bei der Schüler ab der 7. Klasse erste eigene Erfahrungen mit demokratischen Wahlen machen konnten, indem das Thema auf dem Stundenplan stand und es abschließend sogar an die Wahlurne ging.

Hier triumphierten die Grünen mit sage und schreibe 18,1 Prozent, dicht gefolgt von der AfD mit 16,4 Prozent.

Im Südharz war es unter anderem die Nordhäuser Petersbergschule, die teilnahm. Schlussendlich reduzierte sich die Zahl der Wahlberechtigten jedoch auf 40, da sich ausschließlich die drei 9. Klassen beteiligten. Darunter Elli Wernecke, Lea-Marie Müller und Kurora Lekaj, die als fleißige Wahlhelfer fungierten.

Die Wahl an sich funktionierte wie die eigentliche Landtagswahl. „Es gab zwei Listen, bei der man jeweils ein Kreuz setzen durfte“, erklärt Kurora Lekaj, die am Ende der Wahl die Urne leerte, um mit ihren beiden Freundinnen die Stimmen auszuzählen. Eine Erfahrung die alle drei hochinteressant fanden, wenngleich die Zahl der Stimmen in den zwei Nordhäuser Wahlkreisen nicht ausreichte, um ein Ergebnis runtergebrochen auf die Nordhäuser Wahlkreise zu präsentieren, da das Wahlgeheimnis gewahrt werden soll. Fest steht jedoch, dass die übrigen Thüringer Landkreise bei der Landesstimme viel AfD-Blau zeigen.