Nordhausen: WBG-Mieter wohnen günstiger als der Thüringer Durchschnitt

Nordhausen.  Der Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG) zieht Bilanz auf Vertreterversammlung.

Mit Doris Schilling (rechts), Kareen Schlangen (links) und Andrew Brotrück wurden drei Mitglieder des Aufsichtsrates der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz auf der Vertreterversammlung für weitere drei Jahre einstimmig bestätigt.

Mit Doris Schilling (rechts), Kareen Schlangen (links) und Andrew Brotrück wurden drei Mitglieder des Aufsichtsrates der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz auf der Vertreterversammlung für weitere drei Jahre einstimmig bestätigt.

Foto: WBG Nordhausen

Die Wohnungen der Wohnungsbaugenossenschaft Südharz (WBG) liegen trotz der in den vergangenen drei Jahren vorgenommenen Erhöhungen mit einem Durchschnitt von 5,17 Euro je Quadratmeter noch deutlich unter der durchschnittlichen Grundmiete in Thüringen. Diese betrage 5,90 Euro. Das sagte WBG-Finanzvorstand Steffen Loup auf der diesjährigen Vertreterversammlung, zu der kürzlich 45 der 73 gewählten Vertreter im Konferenzraum des Service-Centers begrüßt werden konnten. Unter Einhaltung der Hygienevorschriften wurden dort die Auswertung zum Jahresabschluss 2019, die Arbeit des Vorstandes und des Aufsichtsrates im vergangenen Geschäftsjahr sowie ein Überblick über das laufende Geschäftsjahr vorgestellt.

Weiter berichtete Loup über die finanziellen Auswirkungen des Rückkaufs von 757 Wohnungen, die 1999 als Auflage des Altschuldenhilfegesetzes verkauft worden waren. Andererseits wurden 255 unsanierte Wohnungen in Nordhausen verkauft. „Beide Transaktionen wurden erfolgreich abgeschlossen“, so der Finanzvorstand.

Der für den Bereich Wohnen zuständige WBG-Vorstand Sven Dörmann gab einen Überblick über die Vermietungssituation im vergangenen Jahr. „Die WBG kann eine Vermietungsquote von rund 96 Prozent vorweisen, der Thüringer Durchschnitt liegt bei 92 Prozent“, betonte Dörmann. Die Mitgliederzahl der Genossenschaft sei trotz der demografischen Entwicklung mit 7072 stabil gehalten worden.

Über laufende Modernisierungsmaßnahmen informiert

Der Vorstand informierte zudem über den Stand der laufenden Bau-, Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, die sich alle im Rahmen der Zeit- und Budgetpläne befänden. Das sei in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit mehr. Derzeit laufen die größten Bauarbeiten etwa am Neubauprojekt „WBG-Green-One“ in der Stolberger Straße 18 sowie der zweite Bauabschnitt des Projektes „Seniorenwohnen Plus am Aueblick“.

Ein weiterer Punkt der Ausführungen betraf das Marketing. Unter dem Motto „Wir gestalten die Region“ unterstützt die Genossenschaft jährlich viele sportliche und kulturelle Veranstaltungen. Vom Rolandfest über das Campusfest in Nordhausen oder das Bergmannsfest in Bleicherode bis hin zum ICAN-Triathlon, Harztorlauf oder Familienwandertag, aber auch die WBG-Nachbarschaftsfeste und die WBG-Semesteranfangsparty der Hochschule – alles musste Corona-bedingt in diesem Jahr abgesagt werden.

Steffen Loup stellte danach den WBG-Vertretern den positiven Jahresabschluss 2019 vor, der vom Prüfungsverband der Wohnungswirtschaft bestätigt wurde. Fazit: „Die Steigerung der Mieteinnahmen sowie die stabile Vermietungsquote stärkten weiter die Wirtschaftskraft der Genossenschaft und machten auch im vergangenen Geschäftsjahr die positive Entwicklung der Genossenschaft möglich“, so Loup.

Mit Doris Schilling, Kareen Schlangen und Andrew Brotrück wurden drei Mitglieder des Aufsichtsrates für weitere drei Jahre einstimmig bestätigt. Die bisherige Aufsichtsratsvorsitzende der WBG, Simone Rappe, stellte sich nach Ablauf ihrer Amtsperiode nicht wieder zur Wahl. Als neue Aufsichtsratsvorsitzende fungiert jetzt Doris Schilling.

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