Nordhausen zeigt Flagge gegen Gewalt an Frauen

Auch in Nordhausen weht die Fahne gegen Gewalt an Frauen.

Auch in Nordhausen weht die Fahne gegen Gewalt an Frauen.

Foto: Lutz Fischer

Nordhausen.  Schrankenlos-Verein beteiligt sich am Gedenktag mit einer Aktion unter dem Motto „Wir brechen das Schweigen“.

Bundesweit wehen seit 20 Jahren im November jedes Jahr in über 800 Kommunen die Fahnen gegen Gewalt an Frauen – so auch in der Stadt Nordhausen.

Seit 1999 ist der 25. November als internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen von den Vereinten Nationen anerkannt. Der Verein „Terre des Femmes“ rief daraufhin die Aktion „Flagge zeigen“ ins Leben.

„Ein freies Leben ohne Gewalt sollte für jedes Mädchen, jede Frau selbstverständlich sein“, meint Stefani Müller, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Nordhausen. „Dennoch gibt es weiterhin Menschenrechtsverletzungen wie weibliche Genitalverstümmelung, häusliche und sexualisierte Gewalt, Frauenhandel und Prostitution, Gewalt im Namen der Ehre sowie frauenfeindliche Werbung.“

Unter dem Motto „Wir brechen das Schweigen“ möchte der Nordhäuser Schrankenlos-Verein gemeinsam mit den Bürgern der Stadt ein Zeichen setzen und darauf aufmerksam machen, dass Gewalt, in welcher Form auch immer, nie in Ordnung ist.

Vor dem Weltladen in der Barfüßerstraße 32 in Nordhausen besteht am Donnerstag, 25. November, in der Zeit von 10 bis 16 Uhr die Möglichkeit, Fotos mit dem Aktionsschild des kostenlosen Hilfetelefons: 08000/ 11 60 16 aufzunehmen, die im Internet veröffentlich werden. Im Nachgang können Einrichtungen, Unternehmen oder Behörde Plakate mit den Fotos drucken lassen. In der Nordhäuser Stadtbibliothek widmet sich ein Büchertisch dem Thema. Es gelten für die Bücherei allerdings aktuell die 2G-Zutrittsregeln.

Der gemeinnützige Verein „Terre des Femmes – Menschenrechte für die Frau“ ist im Jahr 1981 in Hamburg gegründet worden. Er setzt sich weltweit für ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben von Mädchen und Frauen ein. Er unterstützt von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen durch Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit, Förderung von Projekten und internationale Vernetzung.