Nordhausens Boxwelt trauert um Dieter Heinecke

Nordhausen.  Der ehemalige Abteilungsleiter des Nordhäuser Sportvereins verstarb im Alter von 72 Jahren. Unter seiner Obhut wurde der NSV zweimal deutscher Meister.

Dieter Heinecke im Januar 2015 nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Mannschaftsboxen bei einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt

Dieter Heinecke im Januar 2015 nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Mannschaftsboxen bei einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt

Foto: Christioph Keil

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Nordhausens Boxwelt trauert um Dieter Heinecke: Der ehemalige Leiter der Abteilung Boxen des Nordhäuser Sportvereins ist vorige Woche im Alter von 72 Jahren verstorben. Dieter Heinecke habe es als jungen Mann nach dem Studium durch seine berufliche Tätigkeit aus dem Mansfeldischen nach Nordhausen verschlagen, wie mit Horst Stief ein langjähriger Weggefährte berichtet.

Den Urvater des Nordhäuser Boxens verbindet allerdings nicht zuerst der gemeinsame Sport mit Dieter Heinecke, vielmehr arbeiteten beide gemeinsam bei Schachtbau. 34 Jahre war Heinecke in dem Nordhäuser Traditionsunternehmen tätig und lenkte hier kurzzeitig die Betriebsportsektion Boxen, erinnert sich Horst Stief.

Der sympathische Kämpfer

Nach dem Renteneintritt überzeugte Stief ihn zur Rückkehr an den Ring: Im Juli 2013 wurde Dieter Heinecke schließlich zum Nachfolger von Mathias Geidel als NSV-Abteilungsleiter gewählt. Was folgte, waren mehrere erfolgreiche Saisons mit zwei Bundesliga-Mannschaftsmeistertiteln in den Jahren 2015 und 2017 als Krönung. „Wir waren auf dem Höhepunkt“, sagt Stief über diese gemeinsame Zeit, an der Dieter Heinecke großen Anteil gehabt habe. „Durch enormen Unternehmergeist und guten Draht zu den Sponsoren.“ Nach dem Weggang vieler Sportler zur BSG Altstadt 05 Boxen habe Heinecke auch hier „mit Rat und Tat beim Aufbau der Boxabteilung“ geholfen, würdigt der Verein sein Wirken, das man in ehrendem Andenken bewahren wolle.

Unter Freunden wird Heinecke als reiselustiger Mensch und „guter Kamerad“, sein Ableben „als menschlich wirklich tragischer Verlust“ bezeichnet. „Er war ein sympathischer Kämpfer“, befindet auch Horst Stief. Dieter Heinecke wäre am Samstag kommender Woche 73 Jahre alt geworden. Den letzten Kampf gegen seine schwere Erkrankung hat er verloren.

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