Personalnot bei der Bahn: Züge müssen ausfallen, auch Nordhausen ist betroffen

Vor allem in den Stellwerken fehlt zurzeit das Personal aufgrund der hohen Krankenstände (Symbolbild).

Vor allem in den Stellwerken fehlt zurzeit das Personal aufgrund der hohen Krankenstände (Symbolbild).

Foto: Peter Cott

Nordhausen.  Unternehmen beklagt außergewöhnlich hohe Krankenstände. Deswegen ist der Zugverkehr in Thüringen am Wochenende nur eingeschränkt möglich.

Mit „außergewöhnlich hohen Krankenständen“ kämpfe derzeit die Deutsche Bahn, teilt das Unternehmen mit. Betroffen seien vor allem „hoch spezialisierte Fachkräfte in den Stellwerken, die kurzfristig nur schwer ersetzbar sind“. Diese „krankheitsbedingten Einschränkungen“ führen auf mehreren Linien in Thüringen zu längeren Fahrzeiten und Zugausfällen.

Diese Linien sind betroffen

Betroffen sind unter anderem die RB 52 und RE 55/56 zwischen Erfurt und Nordhausen. Am Sonnabend, 6. August, verkehren auf diesen Linien nur vormittags und abends einzelne Züge. Hintergrund sei die eingeschränkte Besetzung der Stellwerke in Erfurt-Nord und Ringleben, berichtet die Bahn.

Am Sonntag, 7. August, verkehren Züge der RB 52 zwischen Erfurt und Leinefelde. Die Linien RE 55/56 entfallen zwischen Sondershausen und Erfurt. Ob Ersatzverkehre möglich sind, soll geprüft werden. Schuld daran sei auch hier die eingeschränkte Besetzung der Stellwerke in Erfurt-Nord, Ringleben und Hohenebra.

Betroffen ist ebenso der RE 2 zwischen Erfurt und Kassel. Hier sollen die Züge an diesem Wochenende zwischen Erfurt und Bad Langensalza ohne Zwischenhalt umgeleitet werden, weil ebenfalls Personal in Stellwerken fehlt.

Auf der Verbindung Saalfeld – Gera (RE 12, RB 22) fahren die Züge am Samstag und Sonntag bis 08.00 und ab 20.00 Uhr mit Verspätungen von bis zu 20 Minuten.