Rekordjahr für Sparkasse in Nordhausen

Nordhausen.  2020 stiegen die Bilanzsumme und das Kreditgeschäft im Geldinstitut, das für die Südharz-Region mehr will, als nur gewinnorientiert zu arbeiten.

Thomas Seeber, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Nordhausen (links), und der Vorstandsvorsitzende des Kreditinstitutes, Wolfgang Asche, präsentierten am Donnerstag Rekordzahlen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr.

Thomas Seeber, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Nordhausen (links), und der Vorstandsvorsitzende des Kreditinstitutes, Wolfgang Asche, präsentierten am Donnerstag Rekordzahlen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr.

Foto: Peter Cott

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Trotz schwächelnder Wirtschaft und Niedrigzinsphase geht die Nordhäuser Sparkasse mit Rekordzahlen aus dem alten Jahrzehnt. Darüber durfte Bankchef Wolfgang Asche am Donnerstag berichten. Am Ende des Geschäftsjahres 2019 steht demnach eine stolze Jahresbilanzsumme: Knapp 1,3 Milliarden Euro haben Südharzer in Form von Spareinlagen, Wertpapieren oder Bausparverträgen auf der hohen Kante. Das Plus von 9,7 Prozent charakterisierte Asche als „bemerkenswertes Wachstum“. Größter Treiber dieser Entwicklung sind die Privatkunden, deren Einlagen um 37 Millionen Euro auf nunmehr 822 Millionen Euro zulegten. Rein statistisch hat jeder Kunde nun 18.391 Euro bei der Sparkasse angelegt, was nicht zuletzt am guten Beschäftigungsverhältnis liege, so Asche.

Auch beim Kreditgeschäft verzeichnete das Geldinstitut kräftiges Wachstum. Insgesamt stieg das bilanzielle Kreditvolumen um 78,5 Millionen Euro auf nun rund 735 Millionen. „Die Südharzer, ja allgemein die Deutschen, träumen weiter von den eigenen vier Wänden“, deutete dies der Vorstandsvorsitzende, denn vor allem das Wohnungsbaukreditgeschäft sei hier führend: Zwei von drei Wohnungsbaukrediten im Landkreis vergibt die Sparkasse. Nicht verwunderlich, dass auch das Segment der Immobilienvermittlung wuchs: Voriges Jahr vermittelte die Sparkasse 50 Immobilien und bemerkte dabei einen „Nachfrageüberhang nach Wohnungen und Häusern im mittleren und gehobenen Preissegment“.

800.000 Euro für Sport, Soziales und Kultur

Doch nicht nur Privatleute wollten die niedrigen Zinsen nutzen: Öffentliche Haushalte und Selbstständige erbaten sich in Summe 320 Millionen Euro hohe Vorschüsse durch die Sparkasse. „Es stehen ja auch viele Kräne in der Region“, lächelte Asche über den Anstieg solcher Kredite um 31,7 Millionen Euro.

Den Schlüssel für all diese Gewinne sieht er in der Nähe zum Kunden bei gleichzeitigem Aufbau sicheren Onlinebankings. „Wir können analog und digital“, sagt der Bankchef, dessen Kurzberichtheft zum Geschäftsjahr sich in Form eines Pluszeichens auseinanderfalten lässt. Neben dem Plus in den Zahlen wolle man immerhin weiter ein Plus für die Region sein, verweist er auf die rund 800.000 Euro, die die Sparkassenstiftung voriges Jahr in Sport, Soziales und Kultur steckte.

Vom Neujahrsempfang am Donnerstagabend berichten wir morgen ausführlich, Bilder auf www.ta-nordhausen.de

Bilanz 2019:

Kredite an Kunden: 735,1 Millionen Euro (plus 78,5 Millionen Euro).

Marktanteil bei Girokonten im Landkreis: 55 Prozent, ihre Zahl steigerte sich trotz Bevölkerungsrückgang um 350 Konten auf 44.729.

Geldvermögen:1,25 Milliarden Euro, davon private Kunden: 822,6 Millionen Euro (plus 37 Millionen Euro).

Depotgeschäft: Hier betreute die Bank ein Kundenvermögen von 156 Millionen Euro. Die Rendite lag im Schnitt bei 6,3 Prozent.

Versicherungsgeschäft: Der Bestand an Sach-, Kranken- und KfZ-Versicherungen wurde um 3 Prozent auf 17.322 Stück gesteigert werden. Die Bank betreut mehr als 14.300 Lebensversicherungen.

Immobiliengeschäft: 2019 wurden über 50 Immobilien und Wohnungen erfolgreich bewertet und vermittelt.

Seit Dezember bietet die Sparkasse auch Nutzen von Apple-Geräten mobiles Zahlen über ihre Smart-Geräte. Ein Jahr zuvor war dies für Android-Geräte eingeführt worden.

2019 wurden wieder viele regionale Projekte unterstützt, etwa ein Literaturprojekt in Auleben. Es wurden rund 800.000 Euro als Spenden und Sponsoring sowie an den Kreis ausgeschüttet.

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