Resolution ist überfällig

Hans-Peter Blum über einen Beschluss des Harzklubs

Hans-Peter Blum ist TA-Redakteur in Nordhausen.

Hans-Peter Blum ist TA-Redakteur in Nordhausen.

Foto: Marco Kneise

Der Klimawandel ist für jeden Südharzer sichtbar. Weite Bereiche des Harzes werden aufgrund von Stürmen, Trockenheit und Borkenkäferbefall bald fichtenfrei sein. Mit Buchen und Eichen sind auch schon Laubbäume gravierend geschädigt. Die Forstwirtschaft steht vor gewaltigen, bisher nicht gekannten Herausforderungen.

Angesichts dieser prekären Lage hat der Harzklub gehandelt und auf seiner jüngsten Jahreshauptversammlung eine Resolution verabschiedet. In „Der Harz (-er Wald) geht nicht ohne uns“ wird ein Forderungskatalog an die Landesregierungen von Thüringen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gestellt. Dort wird unter anderem eine unbürokratische finanzielle Unterstützung der Waldeigentümer bei der Schadholzaufarbeitung und der Wiederbewaldung in Form eines Waldschadensfonds gefordert. Waldbauprogramme sollen fortgesetzt, die Leistungsfähigkeit der Wälder gewährleistet werden. Und es soll ein länderübergreifender Krisenstab gebildet werden, um die „Enkeltauglichkeit“ des Harzes sicherzustellen.

Ein erfolgversprechender und überfälliger Ansatz. Denn dort, wo die Politik oft zu langsam und schwerfällig agiert, müssen die Menschen ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen. Sie quasi enkeltauglich machen.