Rockiges aus Nordhausen: Queen-Titel im sinfonischen Gewand

Christoph Vogel
| Lesedauer: 2 Minuten
Matthias Weicker, Cellist im Loh-Orchester, wird beim Konzert im Haus der Kunst in Sondershausen einen solistischen Auftritt haben.

Matthias Weicker, Cellist im Loh-Orchester, wird beim Konzert im Haus der Kunst in Sondershausen einen solistischen Auftritt haben.

Foto: Christoph Vogel

Sondershausen.  Das Theater Nordhausen präsentiert Rocksongs in opulenter Form: Sondershäuser Loh-Orchester, eine Band und vier Gesangssolisten führen Welthits auf.

Nach dem Erfolg der „Symphonic Queen“-Konzerte in der vergangenen Spielzeit hat das Theater Nordhausen diese erneut in den Spielplan aufgenommen. Das Loh-Orchester, vier Gesangssolisten und eine Rockband präsentieren im Haus der Kunst in Sondershausen die bekanntesten Hits der britischen Rockband Queen in einem neuen rocksinfonischen Gewand. Zum Beispiel „The Show Must Go On“, „Bohemian Rhapsody“ und „We Will Rock You“.

Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Chenglin Li inne. Für ihn sei es eine interessante und spannende Herausforderung, die Queen-Titel in einem Arrangement des schwedischen Pianisten und Komponisten Viktor Åslund zu dirigieren. „Rockstücke mit einem Sinfonieorchester zu spielen ist das Besondere“, bringt er es auf den Punkt. Es sei daher etwas anderes, als ein klassisches Konzert zu dirigieren. So müsse man sich bezüglich der Dynamik und des Tempos stilistisch an das Original anpassen.

Als interessant beschreibt er auch die Tatsache, dass bei den vier Gesangssolisten zwei Frauen – eine Sopranistin und eine Mezzosopranistin – auftreten. „Das verleiht der Musik noch einmal eine andere klangliche Farbe“, ist er überzeugt. Beim Stück „Barcelona“ würden alle vier Solisten zum Einsatz kommen. Für das Orchester nicht einfach zu spielen sei das Stück „Bohemian Rhapsody“. Als Grund dafür nennt Chenglin Li die komplizierten Harmonien. „Der Titel ist auch sehr anspruchsvoll für die Sänger“, fügt er noch an.

Für die Loh-Musiker bestehe der besondere Reiz unter anderem darin, mit einer Band zusammenzuspielen, sagt Matthias Weicker, Cellist im Loh-Orchester. Er finde es gut, dass in dem Konzert verschiedene Musikstile vereint werden. Dies würden auch seine Musiker-Kollegen so einschätzen. „Das ist aber nur möglich, weil Viktor Åslund die Stücke so gut für unser Orchester instrumentiert hat“, betonte Weicker.

„Das hat schon Show-Charakter“, merkt Renate Liedtke, Pressesprecherin des Theaters Nordhausen, noch an, da auch eine Lichtshow beim Konzert eine große Rolle spiele. Sie könne sich gut vorstellen, dass bei einem neuerlichen Erfolg die Konzertreihe in der nächsten Spielzeit eventuell mit Musik anderer berühmter Bands fortgesetzt werde.

Für die Konzerte am Samstag, 4. Februar, 19.30 Uhr, Sonntag, 12. Februar, 18 Uhr, sowie Samstag, 25. März, 19.30 Uhr, gibt es noch Karten.