Rund 100.000 Besucher beim 45. Rolandsfest in Nordhausen

Nordhausen. Rund 100.000 Besucher sind insgesamt gesehen an diesem Wochenende zum 45. Rolandsfest nach Nordhausen geströmt. Diese stolze Zahl hat Stadtsprecher Patrick Grabe am Sonntag unserer Zeitung verkündet. Die Höhepunkte des Festes waren das Geschenk einer Apfel-Plastik durch die polnische Partnerstadt Ostrów sowie die Verleihung des Goldenen Rolands.

Die Enthüllung der Plastik "Apfel" aus Ostrów im Theatergarten war einer der Höhepunkte beim 45. Rolandsfest in Nordhausen. Foto: Roland Obst

Die Enthüllung der Plastik "Apfel" aus Ostrów im Theatergarten war einer der Höhepunkte beim 45. Rolandsfest in Nordhausen. Foto: Roland Obst

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"Wir sind zufrieden, weil die Besucher zufrieden sind", sagte Stadtsprecher Patrick Grabe am Sonntagnachmittag in einer ersten Bilanz des 45. Rolandsfestes. Er schätzte die Besucherzahl auf rund 100. 000 an allen drei Tagen. Alle Bühnen seien gut besucht gewesen, die Zuschauer seien zum Teil schon am frühen Morgen auf den Beinen gewesen. "Ich denke, dass diesmal die Mischung gestimmt hat", betonte Grabe. Als Beleg für die Attraktivität des Festes gerade für Auswärtige führte er die Tatsache an, dass am Wochenende alle Hotels und Pensionen ausgebucht waren.

Erster Höhepunkt des Rolandsfestes war am Samstagmittag die Übergabe einer Plastik in Form eines Apfels durch die Delegation aus der polnischen Partnerstadt Ostrow-Wielkopolski. Im Theatergarten enthüllten der Ostrower Präsident Jaroslaw Urbaniak, der Architekt und Künstler Radoslaw Torzynski sowie der Nordhäuser Oberbürgermeister Klaus Zeh zusammen das Kunstwerk. "Das ist ein wunderschöner roter Apfel mit grüner Krause und schwarzem Stiel. Da sind fast alle politischen Farben vertreten", sagte Zeh leicht scherzhaft.

Zuvor hatte der polnische Künstler der Stadt Nordhausen eine Liebeserklärung gemacht: "Ich war als damaliger Präsident vor sechs Jahren das erste Mal in Nordhausen und habe mich sofort in die Stadt verliebt", sagte er. Und da sich Verliebte gern Geschenke machen, hatte er die Idee, einen Apfel zu schaffen und der Rolandstadt zu schenken. Der Apfel ist das Symbol der polnischen Partnerstadt Nordhausens.

Am Sonntag stand die Verleihung des Goldenen Rolands im Mittelpunkt der Ehrungen. Um 14.35 Uhr stand fest: Der Förderverein Park Hohenrode ist der diesjährige Gewinner des Goldenen Rolands.

Michael Bethke vom Nordhäuser Gewerbeverein überreichte den Preis auf der Rathausbühne an die Fördervereinsvorsitzende Gisela Hartmann. Diese bedankte sich herzlich und hatte gleich ein paar Mitgliedsanträge für ihren Verein dabei. "Sie machen Nordhausen glücklich, wenn der Park Hohenrode wieder zu einem Kleinod werden kann", sagte sie. Mit dem Goldenen Roland werden Personen oder In¬stitutionen ausgezeichnet, die sich um das Wohlergehen der Stadt Nordhausen verdient gemacht haben.

Zuvor hatte mit leichter Verspätung die dritte Nordhäuser Grillmeisterschaft beim Rolandsfest begonnen. Sechs Teams wetteifern auf dem Rathausplatz um den Titel des Grillmeisters: die Kinderkirchenführer, der Kinderkirchenladen, die Nordhäuser Krankenschwestern, die Treppenkäfer, der Verein Schrankenlos und das Team "Go Fair". Alle hatten die Aufgabe, ein Drei-Gänge-Menü zu kreieren, das anschließend von einer unabhängigen Jury bewertet wurde. Alle Speisen konnten von den Bürgern gekostet werden. Um 14.20 Uhr wurden die Sieger der 3. Nordhäuser Grillmeisterschaft bekanntgegeben. Den ersten Preis, einen Warengutschein im Wert von 150 Euro, hatte das Team der Nordhäuser Krankenschwestern gewonnen. Zweiter wurde das Team "Go Fair" vor den "Treppenkäfern" vom Jugendsozialwerk. Die anderen drei belegten gemeinsam den vierten Platz.

Auch an die Kinder wurde beim Rolandsfest wieder gedacht: Im Petersberggarten wurde am Samstag ein Kinderfest veranstaltet, das unter dem Thema "Eine Reise um die Welt" stand. Dort beteiligten sich die freien Träger der Jugendarbeit mit viel Kreativität, großem ehrenamtlichen Engagement und zahlreichen Mitmachaktionen. Um 11 Uhr wurde das Fest mit einer Zumba-Vorführung, bei der sich die Besucher auch selbst beteiligen durften, gestartet. Anschließend gab es viele bekannte Kinderlieder zu hören. Den Kindern bereitete das Fest wie immer eine große Freude.