Schachtbau Nordhausen saniert Schaubergwerk Röhrigschacht in Wettelrode

Kristin Müller
Noch bis 5. Februar läuft der Besucherbetrieb im Schaubergwerk uneingeschränkt.

Noch bis 5. Februar läuft der Besucherbetrieb im Schaubergwerk uneingeschränkt.

Foto: Bernd Aberle, Hochschule Nordhausen / Archiv

Wettelrode.  Das Besucherbergwerk bei Sangerhausen schließt ab 6. Februar für mehrere Monate. Weshalb ist dieser Schritt nötig?

Das Nordhäuser Unternehmen Schachtbau ist in den kommenden Monaten im Sangerhäuser Kupferschieferrevier zugange. Im Schaubergwerk Wettelrode wird ab 6. Februar die Schachtröhre des Röhrigschachts saniert. Während der etwa acht Monate dauernden Arbeiten ruht der Besucherbetrieb.

Auszuwechseln sind die Schachteinbauten. Die bestehenden Konstruktionsteile seien verschlissen, erklärte Jenny Findeisen, Sprecherin der Lausitzer und Mitteldeutscher Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft (LMBV), auf Anfrage.

Wassereinbruch ist nicht die Ursache

Konkret geht es um die sogenannten Einstriche, an denen die Spurlatten montiert sind, welche den Förderkorb führen. Instandzusetzen ist auch eine Vorrichtung, die dem Ent- und Beladen der Fördergefäße und dem Einhängen von Material in den Schacht dient. Die LMBV-Sprecherin betonte, dass die Arbeiten nicht in Zusammenhang stehen mit dem Wassereinbruch vom Februar 2022, in dessen Folge die Schachtanlage für Besucher bis August gesperrt war.

Der aus dem 19. Jahrhundert stammende Röhrigschacht gilt als eines der wenigen verbliebenen Industriedenkmäler des Kupferschieferbergbaus. Er ist knapp 294 Meter tief. Bis einschließlich 5. Februar sind reguläre Seilfahrten mit Führung unter Tage möglich. Bis Ende Februar können an den Wochenenden auch die beliebten Altbergbau-Expeditionen mit Kanufahrt unter Tage durchgeführt werden.

Anmeldungen möglich unter Tel.: 03464 / 58 78 16 oder via E-Mail: