Schnarch-Assel oder Sportstadt?

„Schnarch-Asselhausen“ nennt ein Bekannter eine Thüringer Stadt, die ich hier nicht näher benennen möchte. Die Stadt ist aus Sicht meines Freundes jedenfalls so verschlafen, dass sich dort nicht einmal Hase ...

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„Schnarch-Asselhausen“ nennt ein Bekannter eine Thüringer Stadt, die ich hier nicht näher benennen möchte. Die Stadt ist aus Sicht meines Freundes jedenfalls so verschlafen, dass sich dort nicht einmal Hase und Igel gute Nacht sagen. Sondern nur Asseln. Soweit ist es in Nordhausen glücklicherweise nicht. Das Wochenende steht sicher als Beweis dafür: Hat es doch mit Ican und DFB-Pokalspiel zwischen Aue und Wacker Nordhausen gleich zwei Sportveranstaltungen von nationaler Bedeutung zu bieten gehabt.

Die für Journalisten unvermeidliche Recherchereise in die Düsternis der sogenannten „sozialen“ Netzwerke ließ einen aber teilweise vermuten, hier hätten sich ein paar Schelme Veranstaltungen erdacht, deren einziger Zweck in der Sperrung von Straßen bestand. Die Kritik an den Verkehrsverhältnissen paarte sich mit Häme gegenüber dem Wacker-Team, das sich gegen eine höherklassige Mannschaft gut verkauft hatte.

Jede andere Stadt im Freistaat hätte sich nach solch einem Wochenende alle Finger geleckt. Hier aber stört es, wenn an einem Samstagnachmittag die Fahrt durch die Stadt zehn Minuten länger dauert.

Für meinen Geschmack braucht es mehr Wochenenden wie das vorige. Für einen Heimatort mit Strahlkraft warte ich gern an der Ampel. Und für den Rest bleibt immer noch Schnarch-Asselhausen. Entscheiden Sie selbst.

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