Schulessen im Landkreis Nordhausen wird 25 Prozent teurer

Hans-Peter Blum
Jörg Wolf, Sprecher der Nordhäuser Caterer, verweist auf die gestiegenen Kosten bei der Herstellung des Schulessens. Deshalb sei eine Preiserhöhung unausweichlich.

Jörg Wolf, Sprecher der Nordhäuser Caterer, verweist auf die gestiegenen Kosten bei der Herstellung des Schulessens. Deshalb sei eine Preiserhöhung unausweichlich.

Foto: René Kübler

Nordhausen.  Eltern müssen im neuen Schuljahr 3,90 Euro für das Schulessen zahlen.

Nach zwei wirtschaftlich schwierigen Jahren mit der Corona-Pandemie und ihren Folgen für Catering-Unternehmen macht den Verantwortlichen die Entwicklung der Einkaufspreise zu schaffen. „Die Kosten für Lebensmittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um 41 Prozent, die Betriebskosten um 39 Prozent und die Erhöhung der Kraftstoffkosten um 27 Prozent auf die sich verschärfende wirtschaftliche Situation bei den Caterern ausgewirkt”, sagt Jörg Wolf, Sprecher der neu gegründeten „Interessengemeinschaft Nordhäuser Caterer“. Hinzu kommen die Auswirkungen der Anhebung des Mindestlohnes auf 12 Euro je Stunde.

Deshalb ist es aus Sicht der Anbieter unausweichlich, dass die Preise für das Schulessen erhöht werden müssen. Im Fall des Kochhauses und der Menümanufaktur wird der Preis ab dem 1. August von 3,10 Euro auf 3,90 Euro steigen, das ist eine Anhebung um 25,5 Prozent. Die Nordhäuser Caterer verweisen auf die Vorteile der Regionalität. „Wir sind vor Ort, haben die kurzen Lieferwege und Zeiten, wir verarbeiten Produkte von regionalen Anbietern und erhalten so auch die Arbeitsplätze in unserer Region”, argumentiert Wolf. Nur durch einen regionalen Standort sei der direkte Kontakt zwischen Hersteller und Kunden möglich.