Spielerischer Hörtest bei Kindern in Nordhausen

Nordhausen.  Neues Projekt der medizinisch-technischen Assistenten an der Nordhäuser Berufsschule.

Jasmin Pfleger (Mitte) und Sabina Bertram, die an der Nordhäuser Berufsschule den Beruf der Medizinisch-Technischen Assistentin für Funktionsdiagnostik erlernen, beim Testen des Hörvermögens der Kinder von der Kita am Frauenberg in Nordhausen.

Jasmin Pfleger (Mitte) und Sabina Bertram, die an der Nordhäuser Berufsschule den Beruf der Medizinisch-Technischen Assistentin für Funktionsdiagnostik erlernen, beim Testen des Hörvermögens der Kinder von der Kita am Frauenberg in Nordhausen.

Foto: Martina Koppe

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Ein interessantes Projekt wurde jetzt an der Nordhäuser Berufsschule an der Morgenröte durchgeführt. „Wir begrüßten im Rahmen unserer Ausbildung Kindergartenkinder in unserer Schule, um herauszufinden, wie gut diese hören“, berichtet Lea Kratzenberg, die im dritten Lehrjahr den Beruf des medizinisch-technischen Assistenten für Funktionsdiagnostik (MTA-F) erlernt.

„Zu unserer Ausbildung gehört unter anderem die Audiometrie, das ist die Untersuchung des Hörvermögens. Im zweiten Ausbildungsjahr lernten wir, wie und mit welchen Methoden man einen Hörtest bei Kindern im Alter unter sechs Jahren durchführt“, sagt Kratzenberg. Dieser Test wurde im dritten Lehrjahr mit Kindern aus dem Kindergarten Am Frauenberg angewendet.

„Unsere Aufgabe war es, bei den Kindern eine orientierende Hörweitenprüfung mit Bildkärtchen und eine Spielaudiometrie vorzunehmen. Mit diesen Methoden können wir überprüfen, ob das Kind normal hört oder von einer Schwerhörigkeit betroffen ist“, erläutert die Berufsschülerin. Eine Schwerhörigkeit sollte im Kindesalter so schnell wie möglich behandelt werden, etwa mit einem Hörgerät.

Einschränkung des Hörens frühzeitig feststellen

„Wir waren sehr gespannt, ob unsere mitgebrachten Spiele und Spielideen wie etwa Lotti Karotti, Buzzer oder Stecktürme und die spannenden Geschichten, die wir uns ausgedacht haben, wirklich funktionieren. Wir fanden heraus, dass manche Ideen super waren und andere doch nicht den gewünschten Effekt hatten“, berichtet Kratzenberg. Auf jeden Fall habe der Test viel Spaß bereitet. „Im Hinblick auf unsere praktischen Abschlussprüfungen ist uns ein Stein vom Herzen gefallen, da alles so gut funktioniert hat.“

„Kinderhörtests sind ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung zur MTA-F“, sagt Berufsschullehrerin Martina Koppe. Es gehe darum, schon bei jüngeren Kindern durch spielerische Methoden frühzeitig festzustellen, ob eine Einschränkung des Hörens vorliegt. „Durch schlechtes Hören wird oft die Kommunikations- und Lernfähigkeit der Kinder so stark eingeschränkt, dass sie in ihrer Entwicklung zurückbleiben. Eine frühzeitige Therapie wirkt dem entgegen“, so Koppe.

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