Spitzenduo marschiert weiter im Gleichschritt

Nordhausen  In der Kreisoberliga besiegt Großwechsungen das Schlusslicht 2:0. Kalbsrieth setzt Serie in Auleben fort. 0:5-Klatsche für Salza in Lipprechterode. Harzderby an Ilfeld

Die Salzaer Kicker (rechts) kamen in Lipprechterode beim klaren 0:5 kaum zum Zuge.

Die Salzaer Kicker (rechts) kamen in Lipprechterode beim klaren 0:5 kaum zum Zuge.

Foto: Kurt Trost

In der Fußball-Kreisoberliga marschiert das Spitzenduo Großwechsungen und Kalbsrieth weiter im Gleichschritt. Auch die Verfolger Artern und Lipprechterode gewannen ihre Sonntagsspiele und halten Anschluss. Mit diesen Berichten verabschiedet sich der Berichterstatter von den Mannschaften der Kreisoberliga und Kreisliga nach 28 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.

BW Großwechsungen – BW Westerengel 2:0 (0:0)

Das Duell Erster gegen Letzter wurde für die Gastgeber nicht zum Sonntagsspaziergang. Vor 145 Zuschauern tat sich Großwechsungen lange schwer, haderte wieder mit der Chancenverwertung. In der ersten Halbzeit konnten Riedel (2) und Pflug drei Großchancen nicht nutzen. Nach knapp einer Stunde dann Ecke von rechts für Großwechsungen, Sondermann stand goldrichtig und köpfte zum 1:0 ein. Aber es blieb spannend. Erst in der 88. Minute fiel die Entscheidung. Kramer spielte einen langen Ball in den Lauf von Riedel. Der lupfte den Ball über den Torwart zum 2:0.

SG Leimbach – Rot-Weiß Kraja3:0 (2:0)

Die Gastgeber brauchten fünf Minuten um ins Spiel zu kommen. Busch köpfte aus kurzer Distanz frei am Tor vorbei. Nach 14 Minuten schlenzte Penzler einen Freistoß von der Strafraumkante zum 1:0 ins Tor. Zehn Minuten später konnten die Gäste den Ball nach einer Ecke nicht entscheidend klären. Teichmann ließ dem Gästekeeper keine Chance und erhöhte auf 2:0. Zum Beginn der zweiten Halbzeit verlor Leimbach ein wenig den Faden und das Spiel verflachte. Nach 67 Spielminuten erhöhten die SG aber auf 3:0. Ein langer Diagonalball von Teichmann erreichte Joachimi. Dieser legte quer, so dass Harthaus den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Die Schlussphase gehört den Gästen. Doch ohne Torerfolg.

Blau-Weiß Lipprechterode – FSG Salza5:0 (3:0)

Die Blau-Weißen landeten einen überraschend klaren Derbysieg und bleiben auch nach dem siebenten Spiel weiter ungeschlagen. Es war der erste Heimsieg, der war auch in dieser Höhe hochverdient. Salza hingegen wird nach der vierten Niederlage weiter nach unten durchgereicht. Nach zehn Minuten konnte sich Ehrhardt auf der rechten Seite durchsetzen und seinen präzisen Querpass verwandelte Hudik zum 1:0. Vier Minuten später erzielte der gleiche Spieler, nach schönem Zuspiel von Teuber das 2:0. Nach weiteren drei Spielminuten passte Hudik in den Lauf von Ehrhardt, dieser nutzte die Gelegenheit zum 3:0. Damit war nach gut einer Viertelstunde mehr als eine Vorentscheidung gefallen. Die Abwehr der Gäste aus der Kreisstadt war überfordert. Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Niederle passte auf Ehrhardt, dessen Eingabe brauchte Hudik nur noch zum 4:0 über die Linie drücken. Das 5:0 entstand nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld, in dessen Folge Ehrhardt frei auf den Gästetorwart zulief und diesem keine Abwehrchance ließ. Erst Mitte der zweiten Hälfte hatte Salza seine einzige Torgelegenheit im Spiel. Ein Beweis der drückenden Überlegenheit der Lipprechteröder.

National Auleben – Kalbsriether SV 0:1 (0:1)

Vor der Rekordkulisse von 175 Zuschauern verlor Auleben das Topspiel und musste die erste Heimniederlage einstecken. Die Gäste hingegen bleiben beim sechsten Sieg im siebenten Spiel weiter Spitze. In der ersten Halbzeit enttäuschte Auleben auf der ganzen Linie, hatte nicht eine Torchance. Torjäger Paul Mietz war im ganzen Spiel abgemeldet. Nach knapp einer halben Stunde dann das Tor des Tages für die Gäste. Beim scharfen 20-Meter-Freistoß von Schrake war National-Torwart Henning noch dran. Der Ball sprang von der Lattenunterkante zum 0:1ins Auleber Tor. Ein weiterer Freistoß von Körlin ging knapp am Auleber Tor vorbei. In der zweiten Halbzeit konnte sich Auleben endlich steigern. Die besten Möglichkeiten besaßen n Strube per Freistoß, der knapp vorbei ging und Wille, dessen Schuss aus fünf Metern übers Gästetor zischte. In der 80. Minute dann der negative Höhepunkt im Spiel, als Kalbsrieths Sylla nach grobem Foul an Ludwig mit Rot vom Platz flog.

Han. Niedersachswerfen – SV Ilfeld2:3 (1:0)

Das brisante Nachbarschaftsderby hatte einen kuriosen Verlauf. Nach Hannoveras 2:0 Führung zu Beginn der zweiten Halbzeit, drehte Ilfelds Goldhammer im Alleingang das Spiel. Hannovera war zunächst das überlegene Team. In der fünften und zehnten Minute die ersten klaren Chancen, dabei traf Kühne die Latte. Die Gastgeber gingen nicht unverdient in Führung. Eine Ecke von rechts durch Püschner köpfte Eisenschmidt zum 1:0 ein (20). Danach war es ein Spiel zwischen den Strafräumen. Kurz vor der Pause hatte Dohle das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Ilfelds Torwart Koch. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte legte Hannovera nachlegen. Der Treffer war eine Kopie des 1:0. Wieder Ecke von rechts und wieder nickte Eisenschmidt ein. Für die Gastgeber war die 50 Minute der Knackpunkt im Spiel. Püschner wurde der Ball aus kurzer Entfernung an die Hand geschossen, den Strafstoß verwandelte Goldhammer zum Anschlusstreffer. Es gab viel Gesprächsstoff um diesen Elfer, der den Gastgeber aus der Bahn geworfen hatte. Es folgte der große Aufritt von Steffen Goldhammer. Nach guter Vorarbeit von Heyde erzielte der Stürmer in der 64. Minute den 2:2-Ausgleich. In der Vorletzten Minute dann der dritte Streich von Goldhammer zum 3:2-Sieg für Ilfeld. In der Nachspielzeit gab es dann noch Gelb-Rot gegen Hannoveras zweifachen Torschützen Jens Eisenschmidt.

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