Stehende Ovationen für Nordhausens junge Chorsänger

Nordhausen.  Kinder-, Jugend und Kammerchor begeistert rappelvolle Blasiikirche bei mitreißendem Adventskonzert.

Im Rahmen der Sparkassenkulturtage erklang am Samstag ein beeindruckendes Adventkonzert in der Nordhäuser Blasiikirche: Der Nordhäuser Kinder-, Jugend- und Kammerchor machte unter Leitung von Thomas Hofereiter mit Kanons, Motetten und Spirituals vieler europäischer Länder Lust auf die Weihnachtszeit.  

Im Rahmen der Sparkassenkulturtage erklang am Samstag ein beeindruckendes Adventkonzert in der Nordhäuser Blasiikirche: Der Nordhäuser Kinder-, Jugend- und Kammerchor machte unter Leitung von Thomas Hofereiter mit Kanons, Motetten und Spirituals vieler europäischer Länder Lust auf die Weihnachtszeit.  

Foto: Peter Cott

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Das schafft nicht jeder Chor, vor allem einer aus Kindern und Jugendlichen: Die größte Kirche der Stadt bis auf den letzten Platz zu füllen. Für den Kinder-, Jugend und Kammerchor unter Thomas Hofereiter scheint es ein Leichtes zu sein. Ihm ist es abermals gelungen, als er Samstagabend im Rahmen der Sparkassenkulturtage einige Hundert zufrieden lächelnde Eltern und Großeltern aus Nordhausens rappelvoller St. Blasii in den Advent schickte

.Die rund 80 Heranwachsenden boten zuvor ein adventliches Konzert, das im Südharz ob der Stimmgewalt sicher seinesgleichen sucht. Und die erfrischenden Stimmen spannten dabei einen knapp anderthalbstündigen Bogen von nachdenklichen Klängen des Spätmittelalters bis hin zu ABBAS Klassiker „Thank you for the music“.

Dass man diesen Dank für die Musik auch in die Gegenrichtung aussprechen kann, ist nicht zuletzt dem Trägerverein geschuldet, der mit der Sparkasse einen guten Förderer im Hintergrund weiß. Dessen Chef Wolfgang Asche brachte einen 2500-Euro-Scheck mit für den Chor, den er als „hochwertigen“ Teil der Nordhäuser Kultur lobte. Und der musikalisch ausdrücke, was den Advent eigentlich ausmache. „Glühwein und Weihnachtsmärkte gehören natürlich dazu, aber vor allem ist es die Besinnlichkeit.“ Mit seiner Vermutung, man werde „ein wunderbares Konzert“ erleben, sollte Wolfgang Asche recht behalten.

Halbes Jahr Arbeit – ganze Kirche applaudiert

Von einem frühbarocken Klassiker und Kapellmeister am Dresdner Hof wie Heinrich Schütz ging die Bandbreite des Chors bis hin zu Damijan Mocnik, einem noch recht jungen slowenischen Komponisten mit seinem herben weihnachtlichen Jubel „Christus natus est“. Doch die musikalische Reise der jungen Künstler sollte nicht in Slowenien enden: Mit John Rutter kam einer der populärsten Chorkomponisten Englands zu Gehör, woraufhin ukrainische, dänische und gar sorbische Zeilen folgten.

Nur ein halbes Jahr Probenarbeit liegt seit dem Sommerkonzert hinter den Chorsängern für all das. Kaum vorzustellen bei einer sechsstimmigen Motette, wie sie der wegen ihrer begonnen Ausbildungen und Studien nur noch gelegentlich übende Kammerchor zum Besten gab. Und kaum vorzustellen bei den stehenden Ovationen für all die anderen jungen Künstler des Abends.

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