Stich-Wort: Besser und gerechter

Hans-Peter Blum über das System des Mindestlohns.

Redakteur Hans-Peter Blum

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Foto: Marco Kneise

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In Deutschland wurde der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde vor fünf Jahren eingeführt. Damit wird garantiert, dass in bestimmten Branchen keine Niedriglöhne mehr gezahlt werden dürfen. Besonders krasse Beispiele lieferte einst das Friseurhandwerk oder der Sicherheitsdienst. So wurden noch im Jahr 2006 in Ostdeutschland 4,38 Euro für Wachleute und 3,82 Euro für Friseure gezahlt.

Insofern hat der Mindestlohn, der ab Januar dieses Jahres 9,35 Euro beträgt, eine deutliche Verbesserung gebracht und für mehr Lohngerechtigkeit gesorgt. Dass dieser Lohn jährlich steigt, ist ebenfalls nachvollziehbar. Schließlich muss ein Ausgleich für die Inflation geschaffen werden.

Vom gesetzlichen Mindestlohn zu trennen ist der tarifliche Branchen-Mindestlohn. Dieser wird zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ausgehandelt. Die Spanne reicht hier von 10,55 Euro für Reinigungskräfte in Ostdeutschland bis zu 17,41 Euro für Geldtransportfahrer in Niedersachsen ab Januar 2020. Auch diese Summen werden regelmäßig der Inflation angepasst.

Für kleine Betriebe sind diese Löhne nicht immer einfach zu zahlen. Hier stellt sich die Frage, ob der Staat nicht helfend durch Steuererleichterungen oder Fördermöglichkeiten eingreifen kann.

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