Stich-Wort: Heute keine Grabreden

Kommentar von Peter Cott über gute Neuigkeiten für junge Südharzer und die Nordhäuser Unterstadt.

TA-Reporter Peter Cott

TA-Reporter Peter Cott

Foto: Martin Kappel

Es gibt Themen, die sind Wiedergänger. Im letzten Jahrzehnt waren das oft Grabreden auf Diskos und Clubs. Über das Ende von Alter Weberei und Destille habe ich sie schreiben müssen, über das vom Schabernack, vom F-Gebiet in Kleinfurra oder vom Therapiezentrum Wolkramshausen die Kollegen. Zum Niedergang des MAD in Eisenach oder dem des Manhattan in Menteroda mussten Reporter anderer Redaktionen ran. Da schleichen sich Routinen ein.

Ähnlich war das diese Woche auch bei der Pressekonferenz zum Pendlertag, mit dem der Landkreis am 5. September junge Erwachsene zur Rückkehr in den Südharz begeistern will. Auch darüber habe ich mehrfach berichtet, von Jahr zu Jahr etwas mehr gelangweilt, aber immer in der guten Hoffnung auf Erfolg. Dass der Region Fachkräfte fehlen, dürfte nicht zuletzt auch am beschriebenen Aussterben der Ausgehmöglichkeiten liegen.

Dem Streben des noch jungen Vereins Kleine Freiheit nach einem neuen soziokulturellen Zentrum darf man daher alle Daumen drücken. Er könnte eine klaffende Wunde schließen, könnte die Attraktivität der Region für junge Erwachsene mit steigern. Und zugleich wird die Idee nach Impulsen durch ein jüngst eröffnetes Fitnessstudio oder Maximators Neubauten der Unterstadt-Entwicklung weiteren Schub verleihen.

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